Weltuntergangsstimmung

Wo soll all das nur hinführen…

Kaum haben die USA über ihren Erzfeind obsiegt und seine sterblichen Überreste irgendwo über dem Meer verloren zeichnet sich neues Unheil am Horizont ab, das uns alle bedroht.

Ein Konspirative Gruppe von radikalen veganischen Biobauern hat Böses ausgEHECkt und zum medialen Großangriff auf uns geblasen. Zumindest hat man bei manchen Medienberichten schon den Eindruck, dass es in den Supermärkten zu reihenweisen blutigen Schlachten kommt, wenn sich subversive spanische Gurken schwerbewaffnet aus dem Gemüseregal auf ahnungslose Hausfrauen stürzen. Norddeutsche Spezialeinheiten sind derweil mit der Aufzucht von Killersprossen beschäftigt, die sich bislang jeglichem Labornachweis entziehen.

Doch auch wer schon seit jeher immer chemisch reine Produkte der Großindustrie verzehrt ist seines Lebens nicht mehr sicher – er darf um den Strom aus der Steckdose bibbern, der so scheint es demnächst sicherlich mit Gold aufgewogen oder im direkten Tausch durch Spendeorgane bezahlt werden muss. Sah es Anfang des Jahres noch nach einer strahlenden Zukunft für die Energieversorger aus müssen die armen Manager von RWE, EON & Co nun um ihre sauer verdienten Boni fürchten, denn unsere hochgeschätzte Kanzlerin legt vor Schreck angesichts wachsender Umfrageergebnisse der Grünen und eines grünen Ministerpräsidenten im Ländle eine furiose Energiewende aufs Parkett, die mehr oder weniger genau so unumkehrbar sein dürfte wie ehedem bei Rot-Grün.

Aber selbst wenn wir den Strom noch bezahlen könnten (vielleicht sparen wir durch dne Verzicht auf Bio-Produkte ja genug ein) droht uns diesbezüglich noch Gefahr von unserem Zentralgestirn. Sonnenstürme jagen durchs System um bedrohen die fragilen Netze über welche die kostbare Energie zu den elektrischen Dosenöffnern befördert wird. Muss man jetzt also vorsorglich Gasflaschen und einen Campingkocher organisieren, damit man sich auch Morgen noch seinen Salat abkochen kann?

Wo wir schon beim Thema Stürme sind… Gewitter fegen mit nie gekannter Härte über das Land hinweg. So viele Blitze hat man scheinbar seit Menschengedenken nicht gesehen und wahrlich sintflutartige Wassermassen im Hamburger Bahnhof lassen die Obrigkeit diskutieren, ob man in Zukunft Rettungsringe auf den Bahnsteigen und Beiboote für Fernreisezüge vorschreiben sollte. Wie einst die Gallier haben wir scheinbar Angst, dass uns der Himmel auf den Kopf fällt. Fairerweise muss man sagen, dass der strafende Finger des großen Spaghettimonsters in Gestalt eines Blitzes doch tatsächlich einen Manager an seinem Schreibtisch zumindest zeitweise niedergestreckt hat. Von der persönlichen Tragik natürlich abgesehen eine wie ich finde bizarre Meldung – wähnt man sich in Gebäuden doch in unseren Breiten meist sicher vor Naturgewalten. Es war im übrigen zwar ein Manager eines mit der Stromproduktion befassten Unternehmens, aber man sollte meine Solarenergie würde zu “den Guten” gehören… naja, vielleicht hat das große Spaghettimonster auch nur schlecht gezielt.

Facebook schaltet derweil die Funktion zur automatischen Erkennung von Personen auf Fotos auch in Deutschland wie immer ohne Nachfrage automatisch scharf und jeder, der dieser nicht widerspricht darf sich in Zukunft darüber freuen, dass Chef und Kollegen die neuesten Partyfotos prompt auf ihrem Eifon oder Droiden präsentiert bekommen – vorausgesetzt sie hatten am Sonntag Abend noch genug Strom in der Dose um diese aufzuladen. Vielleicht haben sie dann zumindest noch einmal was zu lachen, bevor der nächste Blitz in die Schreibtischlampe einschlägt?

Aus Japan vermeldet man inzwischen mal eben nebenbei, dass die freigesetzten Strahlendosen wahrscheinlich doch um ein paar Faktoren höher liegen als bisher vermutet und geht davon aus, dass die fröhlich vor sich hin strahlende Atomruine noch über Jahre hinweg Arbeitsplätze für mutige Experten und käufliche Leiharbeiter bieten dürfte. Vielleicht wird das angeblich in Fukushima geborene ohrlose Karnickel ja zum neuen Tepco-Maskottchen? Zugegebenermaßen ist sein Knuddelfaktor sicherlich weitaus größer als der von Blinky.

Wann auch immer das Ende nun tatsächlich über uns hereinbricht – ich bin sicher der ganz alltägliche Wahnsinn wird mich auch in Zukunft und bis zum wirklichen Weltuntergang mit weiterem Stoff für neue Beiträge versorgen. Glück auf!

(Warnung – der Beitrag kann Spuren von Satire und Ironie enthalten – bitte fragen sie ihren Arzt oder Apotheker)

Hinterlasse einen Kommentar