So nun ist der vorerst letzte Besuch der Ablesetruppe von ISTA vorbei. Im Dritten Anlauf haben mich die Jungs nun doch einmal daheim erwischt und jetzt haben auch die Wasseruhren ihr Funkmodul bekommen. Nach der etwas kurzsichtigen Entscheidung meiner Wohnhöhlenverleiher im letzten Jahr lediglich die Wärmezähler an den Heizungen auf drahtlose Technik umrüsten zu lassen ist die schöne neue automatisierte Welt nunmehr komplett und die Benachrichtigungskarten im Briefkasten durch die kaum Arbeitnehmerfreundlichen Besuchszeiten gehören hoffentlich der Vergangenheit an… zumindest bis irgendwann die Batterien gewechselt und/oder die Geräte rekalibriert werden müssen. In diesem Sinne – Hasta la vISTA!
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Fühlen Sie sich bedroht?
Die Internationale Umweltschutzorganisation, die sich unter anderem um die Pflege der roten Liste der Bedrohten Arten kümmert hat zuletzt im Jahre 2008 festgestellt, dass die Spezies Homo Sapiens derzeit nicht vom Aussterben bedroht ist. Puh… fühlen Sie sich jetzt nicht auch sehr erleichtert? Ich frage mich wer im Falle des Falles mal dafür zuständig sein wird den Status auf “extinct” zu setzen…
Sichtbare Radioaktivität
Radioaktivität kann man weder sehen, riechen, hören noch schmecken… von wegen!
Nein, es geht hier nicht um das knattern eines Geigerzählers oder den metallischen Geschmack von Jod-Isotopen in der Luft… es geht um das sogenannte Tscherenkow-Licht. Ein Effekt, den sich schnell bewegende elektrisch geladene Teilchen auslösen, die sich in einem Medium schneller bewegen als sich das Licht in diesem ausbreiten kann. Ja, nichts bewegt sich schneller als die Lichtgeschwindigkeit, ich weiß, aber das ist so nur zum Teil richtig – zum Beispiel gilt diese “magische Grenze” auch nur im Vakuum. In festeren Medien, zum Beispiel in Wasser, bewegt sich Licht langsamer und kann dort unter bestimmten Bedingungen von Teilchen überholt werden. In diesem Fall entsteht der erwähnte Tscherenkow-Effekt. Stark vereinfacht ausgedrückt ist er das elektromagnetische Pendant zum Überschallknall eines Düsenjägers in der Luft. Vielleicht hat der eine oder andere von Euch insbesondere in jüngster Zeit in den Meiden Filmaufnahmen aus den Reaktor- und Abklingbecken von Kernkraftwerken gesehen. Manchmal ist dort ein hübsches blaues Leuchten um die Brennstäbe zu erkennen. Dies rührt mitnichten von einer dort eigens angebrachten künstlichen Beleuchtung, die irgendein Ingenieur eingeplant hat “weil es einfach cool ausschaut”, sondern es handelt sich um den Tscherenkow-Effekt – ausgelöst durch radioaktive Teilchen, die sich im Wasser schneller ausbreiten können als das Licht.
Und damit keiner an einen verspäteten Aprilscherz glaubt – hier ein wie ich finde beeindruckendes Video das jemand bei der Besichtigungstour in einem US-Amerikanischen Forschungsreaktor:
Abschließend noch ein Filmzitat zum Thema: klick mich
Katzen hinter schwedischen Gardinen
Interessantes Experiment… 100 Katzen eine Nacht lang in einem IKEA Einrichtungshaus frei laufen lassen. Man sollte das ganze mal über ein paar Monate ausdehnen – alle Möbel die danach noch halbwegs passabel aussehen bekommen ein Gütesiegel. Ich hätte gerne eine katzenhaarabweisende und kratzbeständige Couch
Bisher sind mir außer Stahl und Beton keine Materialien bekannt, die diese Anforderungen erfüllen… und weder Metall noch Stein gaben ja bekanntlich sonderlich bequeme Sitzmöbel ab =^^=
Am I smart enough?
Seit Heute bin ich Kunde von DB-Carsharing. “Kommen Sie einfach kurz vor Beginn der ersten Fahrt vorbei und holen sie ihre Kundenkarte am nächsten ServicePoint ab” stimmte schonmal nicht so ganz, die Sache dauerte dort etwas länger als der Hinweis nach der Online-Anmeldung vermuten ließ. So kam ich erst eine gute Viertelstunde nach dem Start meiner Reservierung an dem Fahrzeug an. Ein schnuckliger kleiner Smart sollte es für die erste Fahrt werden.
Das erste Hindernis stellte dann schon das Öffnen des Fahrzeugs mit der RFID-Kundenkarte dar, denn der Fahrzeugcomputer verweigerte hartnäckig den Einlass. Ein kurzes Telefonat mit der Hotline später wurde die Reservierungs-SMS erneut an das Fahrzeug übermittelt und danach durfte ich endlich im Fahrersitz platznehmen. Der Schlüssel war schnell gefunden, doch dann machte ich erstmal ein dummes Gesicht. Wo zum Teufel ist das Zündschloss? Einiges umhergefingere in der dunklen Tiefgarage später war diese Nebenqueste endlich abgehandelt – wer kann auch ahnen, dass beim Smart das Zündschloss in der Mittelkonsole bei der Handbremse untergebracht ist statt wie bei anderen Fahrzeugen üblich am Lenkrad oder zumindest in der Frontkonsole daneben… nun denn, ein kurzer Blick auf den Schalthebel – Tiptronic – ok, damit kann ich leben… Handbremse raus, Rückwärtsgang rein und los.
Bing Bing Bing Bing… das Anschnallzeichen blinkt und will nicht erlöschen… Gurt rein und wieder raus… testweise auch mal am Beifahrergurt gezuppelt… nein das ist es nicht… Also erstmal bei nächster Gegelenheit rechts ran und Handbuch studiert… Die Anschnallwarnung erlischt sobald der Fahrergurt angelegt ist… ist er doch… also nochmal den Gurt lösen und… oh, warum ist denn der Auswurf auf der falschen Seite… aha… da haben wir den Übeltäter, ich habe aus versehen das Beifahrer-Gurtschloss erwischt, die beiden liegen beim Smart ja nun wirklich nicht gerade weit auseinander. So, nun kann es wieder losgehen… Anschnall-Warnung ist aus, kein nerviges gebimmel mehr – perfekt.
An der Kreuzung geht der Motor aus – gut, Spritsparautomatik im Stand, kenne ich schon vom Audi A2 – kein Thema, runter von der Bremse und rauf aus Gas, dann springt er wieder an. Etwas nervig ist, dass ich mich an den meisten Ampeln zur Seite lehnen muss, weil der Rückspiegel mir mitten im Sichtfeld hängt… nungut, kaufen würde ich mir dieses Autochen auf Dauer nicht, aber so schlimm ist es nun auch nicht. Notitz an mich selbst: Das nächste mal plane solche Aktionen nicht gerade mitten in den einsetzenden Feierabendverkehr hinein! Es dauert fast eine Dreiviertelstunde bis ich endlich an meinem Ziel ankomme – eine gefühlte Ewigkeit im Stop and Go. Auf halber Strecke geht mir die Start-Stop-Automatik dann auch auf die Nerven und ich schalte sie ab – diese ständigen Hüpfer beim Anlassen für ein paar Meter aufrücken an der Ampel oder im Stau müssen nun wirklich nicht sein.
Dann stand ich etwas ratlos auf dem Parkplatz, drückte den Öffner für den Kofferraum (ja, der Smart hat tatsächlich eine Stellfläche hinter den Sitzen) und ausser dem Geräusch eines Servos passiert nichts, die Klappe bleibt zu… einiges rumprobieren und dumm gucken später habe ich das Rätsel gelöst. man muss erst oben das Fenster hochklappen (das vom Servo entriegelt worden ist) und kann danach den Rest der Klappe nach unten aufmachen um die Ladekante abzusenken – gewusst wie.
Das Navi ist ziemlich widerspenstig, oder meine Fingerfertigkeit reicht nicht aus für das etwas zu klein geratene Touch-Display des Autoradios… außerdem kannte der Routenplaner mein Ziel nicht, na gut, auf der Rückfahrt ging das dann einfacher, wenngleich mich die befehlsgewohnte Frauenstimme nachdrücklich aus der falschen Richtung in meine Zielstraße schicken wollte, aber hartnäckiges ignorieren der Anweisungen bringt sie dann schließllich zur Einsicht und auf meine Wunschroute zurück.
Drei Stunden DB-Carsharing in der “Klasse 0″ – eine nette Sache, die ein wenig Flexibilität in meine Mobilität bringt, zum Einkaufen oder für Besuche beim Tierarzt doch eine ganz gute Idee. Vor meiner Haustür gibt es gleich mehrere Stationen und zumindest heute waren dort auch diverse Autos im Pool verfügbar. Ich denke ich werde es wieder tun – nur den Berliner Stadtverkehr muss ich großzügiger einplanen. Ich habe schon mit viel Sicherheitspuffer gebucht und letztlich doch beinahe jede Minute davon gebraucht. Es bleiben zwei Mankos bei der Geschichte: 1. Das Fahrzeug muss immer zum gleichen Ausgangspunkt zurück, eine Einwegmiete ist nie möglich und 2. man muss vorher sehr genau wissen wie lange man das Fahrzeug benötigt.
Schluss mit Winter!
Nichts gegen einen tollen Winter mit richtig viel Eis und Schnee, aber so langsam reicht es mir. Natürlich waren die Eisschollen auf der Spree hübsch anzusehen und eine weiße Winterlandschaft hat auch ihren Reiz, aber kann es nicht endlich mal richtig Frühling werden? Ich will mein Rad wieder ausmotten und nicht länger jeden Morgen mit dem Bus zur Arbeit fahren müssen.
Anfang der Woche habe ich heute zum Spieleabend eingeladen mit den Worten “Nachdem der Winter die Hauptstadt nun doch so langsam widerwillig aus seinen Klauen entlässt…” und heute Morgen treibt ein eisiger Wind dicht an dicht Schneeflocken vor dem Fenster vorbei… argh.
Aber wie heißt es so schön – Wahre Männer zittern nicht weil sie frieren, sondern aus Wut darüber, dass es so kalt ist!
Zug um Zug
So, es ist mal wieder an der Zeit mein Blog etwas abzustauben. Einiges ist passiert im letzten Monat aber irgendwie nur weniges das seinen Weg hier herein findet…
“Zug um Zug” hab ich getitelt und jede Menge Züge und Zug gab es auch im Dezember. Gleich zweimal bin ich zu meinen Eltern gefahren und habe dabei stapelweise Upgrade-Gutscheine der Bahn verbraten. Das Bahnfahren in der ersten Klasse macht wirklich Spaß – schade das der Aufpreis ohne die Gutscheine so happig ausfällt
– aber wie ich spätestens bei der Zweiten Reise zu Weihnachten feststellen konnte hat das auch entscheidende Vorteile – trotz voller Züge hat man dennoch ein Abteil für sich alleine und unanständig viel Platz um sich auszubreiten. Unerfreulich war lediglich die Umsteigesituation in Hanau am Heilig Abend. Es wäre vielleicht ganz sinnvoll, wenn die Bahn bereits am vorherigen Bahnhof nicht erreichbare Anschlusszüge ankündigen würde. So erfuhr ich leider erst in Hanau, dass der IC mit dem ich eigentlich nach Aschaffenburg weiterfahren wollte über 45 Minuten Verspätung hatte. Besonders ärgerlich dabei ist, dass ich kurz nach der beinahe pünktlichen Passage meines ICE in Fulda bereits meine Schwester informiert hatte, die mich in Aschaffenburg am Bahnhof in Empfang nehmen sollte. So musste nicht nur ich in Hanau auf dem Bahnsteig frieren sondern auch meine Schwester in Aschaffenburg warten, bis ich endlich mit einem Regionalzug dorthin weiterfahren konnte.
Kalte Luft gab es dann auch nach meiner Rückkehr im heimischen Wohnzimmer in Berlin. Eines der Fenster schließt scheinbar nicht richtig und ein frostiger Lufthauch zieht durch die Dichtungsgummis. Die Eisschollen, die draußen auf der spree vorbeitreiben sorgen dazu auch nicht gerade für ein mollig warmes Gefühl. Nachdem zwischen den Feiertagen natürlich Niemand bei der Hausverwaltung aufzutreiben war hatte ich nun Heute endlich Besuch von zwei Handwerkern, die das Fenster untersuchten. Viel gemacht haben sie letztlich allerdings auch nicht wirklich. Hier und da mal die Mechanik geölt, die Schließvorrichtung etwas umjustiert und das wars… hoffentlich bringts etwas – ich bin mir nicht ganz sicher, ob die Bemühungen auch von Erfolg gekrönt waren. Ganz anders wurde es mir ja schon, als die Beiden zur Tür herein marschierten und der eine dabei eine Brechstange im Anschlag hielt… aber über den Kopf gezogen hat er sie mir dann zum Glück nicht
Der Rest meiner letzten Urlaubswoche ist etwas ereignislos und verschlafen abgelaufen. Nach einer Exkursion zur Niederlassung eines schwedischen Möbelhauses in Südberlin am Montag, die ich dazu nutzte einige der Dinge die bei der Silvesterparty vermisst wurden zu meiner Küchenausstattung hinzuzukaufen, habe ich es am Mittwoch nur zu einer Runde in den Baumarkt geschafft. Aber auch das relativ lange Suchen in den Regalen dort war bis auf eine Energiesparbirne ohne Ergebnis verlaufen.
Die Silvesterparty als solche hat hoffentlich allen Beteiligten Spaß gemacht – wir waren glaube ich um die 18 Personen und haben nicht nur mit Drei Raclette-Grills ein mächtiges Fressgelage veranstaltet sondern auch etliche Cocktails vernichtet. Der Blick um 12 Uhr oben aus dem 10. Stock von einem Balkon auf Berlin Mitte war jedenfalls beeindruckend. Sogar das Großfeuerwerk am Brandenburger Tor war zu sehen. Die Party-Schäden sind erst zum Teil beseitigt. Die Küchenwand benötigt noch einen zweiten frischen Anstrich, die erste Lage Farbe reichte nicht um den Fleck des explodierten Cocktails vollständig abzudecken und bei Gelegenheit muss ich noch einen Wachsklecks aus dem Couchbezug herausbügeln. Zum Glück sind die eingebrannten Spuren der Konfettis auf dem Esstisch inzwischen weg – die rosa Scheinchen wären auf Dauer wirklich peinlich gewesen. Allerdings hat das Rubbeln mit aggressiveren Reinigungsmittelchen einige matte Stellen hinterlassen – mal sehen ob da irgendeine Art von Möbelpolitur hilft. Apropos… das hab ich Gestern im Baumarkt vergessen…
Morgen steht nun der erste Spieleabend im neuen Jahr an – mal sehen ob die Gäste dem Fenster Dichtigkeit bescheinigen oder ob es noch einige gibt, die meinen im Zug zu sitzen.
Allseits nochmal ein Frohes neues Jahr und Viel Glück und Erfolg in 2010.
(Foto vom ICE: (c) Oberau-Online@Flickr)
Jesse
Mein Kater Jesse wurde im Alter von gerade einmal sieben Jahren heute Vormittag eingeschläfert. Nierenversagen auf Grund von wahrscheinlich durch eine Erbkrankheit ausgelösten Tumoren und keine Chance mehr auf Besserung. Die letzten beiden Wochen wurde noch mit Spezialfutter, Medikamenten, Spritzen und Infusionen gekämpft, aber nun hatte es letztlich keinen Sinn mehr. Um ihm das Verhungern innerhalb der nächsten Tage zu ersparen habe ich mich für Euthanasie entschieden.
Ich werde ihn schrecklich vermissen

