Archiv für die Kategorie ‘Medien’

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SeTec Astronomy

Cosmo: Posit: People think a bank might be financially shaky.
Martin Bishop: Consequence: People start to withdraw their money.
Cosmo: Result: Pretty soon it is financially shaky.
Martin Bishop: Conclusion: You can make banks fail.
Cosmo: Bzzt. I’ve already done that. Maybe you’ve heard about a few? Think bigger.
Martin Bishop: Stock market?
Cosmo: Yes.
Martin Bishop: Currency market?
Cosmo: Yes.
Martin Bishop: Commodities market?
Cosmo: Yes.
Martin Bishop: Small countries?

Irgendwie muss ich bei der Filmszene an die Nachrichtenmeldungen der letzten Monate zum Thema Rating Agenturen und diversen europäischen Staaten, Landesbanken u.s.w. denken…

Verteidigungshaushalt oder Haushaltsverteidigung?

SpOnline weiß heute folgendes zu Berichten, das ich hier gekonnt aus diesem Zusammenhang gerissen habe:

Nur fünf der 28 Nato-Staaten kommen der Verpflichtung nach, mindestens zwei Prozent ihrer Wirtschaftsleistung für die Verteidigung auszugeben. Neben den Uno-Sicherheitsratsmitgliedern USA, Großbritannien und Frankreich sind dies Albanien und Griechenland.

Nun… ich habe folgende Theorien, die diese Aussage stützen:

1. Der Staatshaushalt von Albanien ist an sich so gering, dass man selbst die billigste Bombe erst für 2% davon bekommt (kleinere Packungsgrößen werden einfach nicht angeboten), oder Albanien rüstet sich seit 1997 der Kinofilm Wag the Dog veröffentlicht wurde für den bevorstehenden Krieg und rechnet bei jedem Politskandal in Washington damit, dass es gleich losgeht.

2. Die Griechen haben angesichts ihres grundsoliden Haushalts erkannt, dass es eine überaus weiße Entscheidung darstellt, eine beträchtliche Menge des geborgten Geldes dafür auszugeben für den Tag gut gerüstet zu sein, an dem die Gläubiger vor der Tür stehen um die Rückzahlung der Kredite einzufordern oder den Kuckuck auf alle Eulen in Athen kleben wollen.

Weltuntergangsstimmung

Wo soll all das nur hinführen…

Kaum haben die USA über ihren Erzfeind obsiegt und seine sterblichen Überreste irgendwo über dem Meer verloren zeichnet sich neues Unheil am Horizont ab, das uns alle bedroht.

Ein Konspirative Gruppe von radikalen veganischen Biobauern hat Böses ausgEHECkt und zum medialen Großangriff auf uns geblasen. Zumindest hat man bei manchen Medienberichten schon den Eindruck, dass es in den Supermärkten zu reihenweisen blutigen Schlachten kommt, wenn sich subversive spanische Gurken schwerbewaffnet aus dem Gemüseregal auf ahnungslose Hausfrauen stürzen. Norddeutsche Spezialeinheiten sind derweil mit der Aufzucht von Killersprossen beschäftigt, die sich bislang jeglichem Labornachweis entziehen.

Doch auch wer schon seit jeher immer chemisch reine Produkte der Großindustrie verzehrt ist seines Lebens nicht mehr sicher – er darf um den Strom aus der Steckdose bibbern, der so scheint es demnächst sicherlich mit Gold aufgewogen oder im direkten Tausch durch Spendeorgane bezahlt werden muss. Sah es Anfang des Jahres noch nach einer strahlenden Zukunft für die Energieversorger aus müssen die armen Manager von RWE, EON & Co nun um ihre sauer verdienten Boni fürchten, denn unsere hochgeschätzte Kanzlerin legt vor Schreck angesichts wachsender Umfrageergebnisse der Grünen und eines grünen Ministerpräsidenten im Ländle eine furiose Energiewende aufs Parkett, die mehr oder weniger genau so unumkehrbar sein dürfte wie ehedem bei Rot-Grün.

Aber selbst wenn wir den Strom noch bezahlen könnten (vielleicht sparen wir durch dne Verzicht auf Bio-Produkte ja genug ein) droht uns diesbezüglich noch Gefahr von unserem Zentralgestirn. Sonnenstürme jagen durchs System um bedrohen die fragilen Netze über welche die kostbare Energie zu den elektrischen Dosenöffnern befördert wird. Muss man jetzt also vorsorglich Gasflaschen und einen Campingkocher organisieren, damit man sich auch Morgen noch seinen Salat abkochen kann?

Wo wir schon beim Thema Stürme sind… Gewitter fegen mit nie gekannter Härte über das Land hinweg. So viele Blitze hat man scheinbar seit Menschengedenken nicht gesehen und wahrlich sintflutartige Wassermassen im Hamburger Bahnhof lassen die Obrigkeit diskutieren, ob man in Zukunft Rettungsringe auf den Bahnsteigen und Beiboote für Fernreisezüge vorschreiben sollte. Wie einst die Gallier haben wir scheinbar Angst, dass uns der Himmel auf den Kopf fällt. Fairerweise muss man sagen, dass der strafende Finger des großen Spaghettimonsters in Gestalt eines Blitzes doch tatsächlich einen Manager an seinem Schreibtisch zumindest zeitweise niedergestreckt hat. Von der persönlichen Tragik natürlich abgesehen eine wie ich finde bizarre Meldung – wähnt man sich in Gebäuden doch in unseren Breiten meist sicher vor Naturgewalten. Es war im übrigen zwar ein Manager eines mit der Stromproduktion befassten Unternehmens, aber man sollte meine Solarenergie würde zu “den Guten” gehören… naja, vielleicht hat das große Spaghettimonster auch nur schlecht gezielt.

Facebook schaltet derweil die Funktion zur automatischen Erkennung von Personen auf Fotos auch in Deutschland wie immer ohne Nachfrage automatisch scharf und jeder, der dieser nicht widerspricht darf sich in Zukunft darüber freuen, dass Chef und Kollegen die neuesten Partyfotos prompt auf ihrem Eifon oder Droiden präsentiert bekommen – vorausgesetzt sie hatten am Sonntag Abend noch genug Strom in der Dose um diese aufzuladen. Vielleicht haben sie dann zumindest noch einmal was zu lachen, bevor der nächste Blitz in die Schreibtischlampe einschlägt?

Aus Japan vermeldet man inzwischen mal eben nebenbei, dass die freigesetzten Strahlendosen wahrscheinlich doch um ein paar Faktoren höher liegen als bisher vermutet und geht davon aus, dass die fröhlich vor sich hin strahlende Atomruine noch über Jahre hinweg Arbeitsplätze für mutige Experten und käufliche Leiharbeiter bieten dürfte. Vielleicht wird das angeblich in Fukushima geborene ohrlose Karnickel ja zum neuen Tepco-Maskottchen? Zugegebenermaßen ist sein Knuddelfaktor sicherlich weitaus größer als der von Blinky.

Wann auch immer das Ende nun tatsächlich über uns hereinbricht – ich bin sicher der ganz alltägliche Wahnsinn wird mich auch in Zukunft und bis zum wirklichen Weltuntergang mit weiterem Stoff für neue Beiträge versorgen. Glück auf!

(Warnung – der Beitrag kann Spuren von Satire und Ironie enthalten – bitte fragen sie ihren Arzt oder Apotheker)

Zu jung für den Darwin Award

Es ist traurig und mein Mitgefühl gilt allen Verwandten und Freunden… aber es ist auch einfach nur ein Zeichen von Gedankenlosigkeit und Leichtsinn, der Jugendliche zu so einer Dummheit treiben kann – wenn man mal Suizid als möglichen Grund außen vor lässt…
Worüber ich hier schreibe? Ende letzter Woche kam es in Memmingen zu einem doppelten “Personenschaden”, die Süddeutsche Zeitung berichtet. Was mich dazu treibt hier einen Eintrag dazu zu erstellen sind folgende Worte im Text: “An der Wand lehnen zwei Glasrahmen mit Fotos. Sie zeigen zwei Mädchen: Das eine geht auf einem Bahngleis spazieren, das andere sitzt auf einer Schiene.”

Ich habe die Textstellen hervorgehoben, die mir dabei besonders bemerkenswert erscheinen… ich hoffe ja immer noch, dass die fraglichen Bilder auf einem ungenutzten Abstellgleis entstanden sind oder nur der Phantasie des Reporters entspringen… ansonsten finde ich das ganze doch sehr makaber.

Strahlende Aussichten

Der Sommer kommt!

Endlich rollen sich einem nicht mehr automatisch die Ohrläppchen ein, wenn man vor die Tür tritt. Aber natürlich bin ich pünktlich zur neuen Witterung etwas erkältet – war ja klar.

Einige werden es aber anhand der Überschrift schon befürchtet haben, es geht hier natürlich nicht nur um das Wetter, sondern die nukleare Gefahr weit jenseits des Horizonts. Auf die schrecklichen Folgen der eigentlichen Naturkatastrophe will ich gar nicht weiter eingehen… die Tatsache, dass selbst in einer so hochtechnisierten Industrienation Tage und Wochen nach dem eigentlichen Ereignis noch immer so unzählig viele Menschen ohne solch essentielle Dinge wie Wärme, Wasser, Nahrung und Medikamente auskommen müssen ist zutiefst erschütternd. Ich möchte nie herausfinden müssen, was im Falle eines katastrophalen Großereignisses bei uns los wäre… All zu lange könnte ich mich von den Vorräten in meinem Schrank wahrscheinlich nicht ernähren und ohne Strom und Wasser wäre im Zweifel auch sehr schnell Schluss mit Lustig.

Während in den Medien die Legende der “Fukushima 50″ entsteht denke ich dabei an die “Liquidatoren” in Tschernobyl. Die “Fukushima 50″ haben wahrscheinlich auch kaum bessere Chancen auf eine gute Gesundheit als die Crazy 88. Wenn die Presse rätselt, was es nun bedeutet ob gerade schwarzer oder weißer Rauch über den Reaktoren aufsteigt bin ich ja schon heil froh, dass keine Zeitung das Bild mit “Habemus Papam” untertitelt. Der Rauch bedeutet nur eines, dass die Kacke im wahrsten Sinne des Wortes am Dampfen ist und das weiß man spätestens seit den ersten Explosionen und den beträchtlichen gemessenen Strahlendosen sowieso. Jeder Atomkraftbefürworter sollte sich einmal ernsthaft Gedanken darum machen, wen man hier bei uns im Fall der Fälle zum Aufräumen hin schicken könnte, oder wer sein Leben aufs Spiel setzt um zu retten was zu retten ist. Zum einen sind die meisten Menschen heutzutage nicht mehr leichtgläubig genug, als dass sie nicht merken würden, dass sie dabei verheizt werden, und zum anderen ist es in einer freiheitlichen Demokratie im Zweifel überhaupt nicht möglich jemanden zwangsweise dazu zu verpflichten das zu tun. Wer also erklärt sich freiwillig bereit die Schaufel bei uns in die Hand zu nehmen, wenn die Technik vor der Strahlung kapituliert und Roboter nicht mehr eingesetzt werden können?

Aus einer der “modernsten und sichersten Atomanlagen” wurde in den Medien ratzfatz ein “Methusalem-Reaktor” und Bundeskanzler Merkel verordnet den ältesten deutschen Kraftwerken eine dreimonatige Denkpause. Das eben jene Kraftwerke genau wie allen anderen Nuklearreaktoren in Deutschland, die dank Schwarz-Gelb im Rahmen der Laufzeitverlängerung mal eben flux mehr als ein Jahrzehnt länger als ursprünglich von Rot-Grün vorgesehen laufen sollen zuvor noch als so unanzweifelbar sicher galten, dass man die verlängerten Betriebszeiten gar nicht erst von einer solchen Überprüfung abhängig machen wollte hat sie innerhalb weniger Tage vergessen und das Fähnchen in eben jenen Wind gehängt, der die abgelassenen radioaktiven Dämpfe glücklicherweise meist aufs Meer hinaus und nicht all zu oft Richtung der Megapole Tokio treibt. Über die albernen Pläne die Meiler gegen die Gefahr böser mit Flugzeugen um sich schmeißender Terroristen zu sichern habe ich ja bereits vor einiger Zeit hier berichtet.

Herr Mappus in BaWü darf sich nun auf einmal nicht nur mit Demonstranten zum Thema S21 herumärgern sondern auch mit Jod 131, denn zwischen die Bahnhofsgegner mischen sich klammheimlich auch Atomkraftgegner. Dummerweise kommt jetzt auch ein gar nicht billiges Geschäft mit Steuermillionen auf die Medienbühne, denn das Land Baden-Württemberg ist seit kurzem wieder stolzer Besitzer einiger Atomkraftwerke. Nachdem die privatwirtschaft nach der Privatisierung jahrelang gut daran verdienen konnte, hat sie die maroden Meiler doch bei günstiger Gelegenheit an den Staat zurückverkauft — als ob sie es hätten ahnen können. Timing ist wohl wirklich alles.

Und nun liebe Wähler dort draußen? Wie kurz ist das Gedächtnis? Reichen drei Monate Moratorium, damit ihr zu den Landtagswahlen noch brav das Kreuzchen bei Schwarz-Gelb macht, ohne dabei an diesen und ähnlichen Wahnwitz denken zu müssen? Dass das ganze nur ein durchsichtiges Wahlkampfmanöver ist hat Bundesminister Brüderle zur Freude aller politischen Gegner sogar aus Versehen schon zu Protokoll gegeben. Dabei habe ich doch bereits ausdrücklich auf den taktischen Fehler von Politikern hingewiesen, wenn sie unerwartet einmal die Wahrheit sagen – Der Bundeshorst ist ja deswegen auch von seinem Adler verlassen worden.

Die Stromkonzerne besitzen die Frechheit zu behaupten, dass Öko-Strom-Abgaben für die hohen Preise verantwortlich sind. Verschweigen dabei, dass ihre Gewinn-Margen seit Jahren immer dicker werden und die im Rahmen der Prviatisierung oft günstig vom Staat gekauften Netze vor sich hinrotten. Das Märchen von der “billigen” Kernenergie wird gesponnen, die nur aus einem einzigen Grunde überhaupt auch nur ansatzweise bezahlbar ist und das ist der, dass die Risiken und offenen Fragen überhaupt nicht privatrechtlich betrachtet werden müssen. Die Betreiberhaftung eines Kernkraftwerkes ist nach oben hin beschränkt. Alles darüber hinaus ist von keiner Versicherung gedeckt sondern geht rein auf Staatskosten. Ebenso kümmert sich der Steuerzahler brav um die Unwägbarkeiten der Entsorgung … der Steuerzahler der wahrscheinlich demnächst jedes einzelne verrostete Fass aus der Asse wieder ausgraben darf, das man in den letzten Jahrzehnten dort versenkt hat. Und wohin dann damit? Vielleicht in ihren Schrebergarten? Oder zwischen die Bäume mit den Juchtenkäfern mitten in den Stuttgarter Stadtwald? Klammheimlich vor der japanischen Küste im Pazifik verklappen, weil es dort bald sowieso keiner mehr merkt ob es etwas mehr oder weniger strahlt? Am besten stellen wir gleich auch je einen Kastor dort auf, wo sich irgendeine Gemeinde meint gegen eine neue Freilandleitung wehren zu müssen, die Strom von einem Windpark zu den Verbrauchern transportieren soll.

Alles Wahnwitz…

… ach ja, und dann waren da noch die Leute die nur eine Nachricht in den letzten Wochen so wirklich tief betroffen machen konnte. Knut, der Eisbär ist tot. Klar… Millionen Menschen leiden an den Folgen einer Katastrophe, in Afrika und im Nahen Osten nutzen etliche Leute die Gunst der Stunde um im Medienschatten unliebsame Gegner im eigenen Land zu bombardieren und selbst das Elend vor der eigenen Haustür ist meist nicht all zu weit weg, aber wenn im Zoo ein Eisbär umfällt, ja dann gerät offenbar die gutbürgerliche Welt ist wanken. Nichts gegen Problembären egal welcher Färbung, aber sollte man nicht den Blick fürs Wesentliche behalten?

In diesem Sinne – Machs gut, Knut – der Bär hat’s hinter sich, aber wir müssen es auf dem Planeten hier noch eine Weile aushalten. Glückauf! Und sucht endlich mal mit dem eigenen Verstand nach echten Alternativen, auch wenn irgendwelche regierigen Machthaber immer wieder von alternativlosen Entscheidungen faseln. Wenn es so weitergeht ist 2021 ein tiefergelegter Bahnhof mehr oder weniger die geringste unserer Sorgen.

Vernebelungstaktik

Unsere hoch geschätzten Anti-Terror-Experten haben eine Methode ersonnen, wie den Stromkunden unnötiges Geld aus der Tasche gezog… Kernkraftwerke gegen Attacken per Flugzeug abgesichert werden sollen. Das Zauberwort heißt Nebelwerfer. Getreu dem Vogel-Strauß-Prinzip – “kann ich Dich nicht sehen, dann kannst Du mich nicht sehen” – werden die Gebäude mit den Nuklearreaktoren beim Anflug nicht identifizierter Flugzeuge blitzschnell eingenebelt, um den besoffenen Sportpiloten Terroristen das Zielen zu erschweren. Auch gegen den Einwand, dass bereits ein günstiges GPS-Gerät aus der nächsten Filiale eines Elektronikdiscounters die ganzen Bemühungen zunichte machen dürfte hat man natürlich eine Antwort. Man werde die Navigation im Fall der Fälle nach einem geheimen und nicht weiter spezifizierten aber vom Schwager des Nebelwerferproduzenten von führenden Luftfahrtexperten als wirkungsvoll bezeichneten Verfahren stören. Die Frage was die Anschlagsplaner an einem simplen Besuch der Örtlichkeit zuvor bei gutem Wetter daran hindert mit ihrer Handykamera ein Foto der Gebäude zu schießen und ihre Lage bezüglich der nächstbesten Landmarke abzuschätzen hat sich scheinbar keiner gestellt. Nur eines ist sicher – wer die Zeche dafür zahlen darf. Die Systeme, die sicherlich nicht gerade für einen Appel und ein Ei angeschafft und gewartet werden müssen landen über kurz oder lang natürlich auf der Stromrechnung der Verbraucher – genau wie die Mehrausgaben der Konzerne für die Brennelementesteuer. Letztlich bleiben also die Bürger wie immer die Dummen bei dem Spiel. Nichtsdestotrotz möchte ich weitere Tarnmaßnahmen gemäß folgender Konzeptskizze vorschlagen:

Konzeptskizze - Tarnsystem ZMC

Viel sinnvoller wären die Nebelwerfer doch beim nächsten Castor-Transport einzusetzen, um still, leise und klammheimlich im Schutze eines einzigen Streifenwagens den Castor-Transporter im dichten Nebel an einer Horde verwirrter Demonstranten vorbeizufahren anstatt sich mit mehr Personaleinsatz als bei der letzten Loveparade um die Unterschotterung der Bahngleise zu prügeln. Auch bei Baumfällarbeiten im Stuttgarter Schlossgarten hätte ein wenig Nebel vielleicht Wunder gewirkt.

Womit wir beim zweiten Thema dieser Woche sind – dem Sonderzug mit S21 Gegnern, den sich die Deutsche Bahn nach Berlin gefahren hat, damit diese dort gegen eben jene demonstrieren konnten. Wäre der Streik im Nahverkehr nicht eine prima Gelegenheit gewesen, die Jungs auf irgendein Abstellgleis zu schieben und mit einem leisen “Jetzt erleben sie live was 30 Minuten Fahrtzeitgewinn bedeuten” einfach mal eine Weile stehen zu lassen? Andererseits wäre ich natürlich auch nicht böse, wenn die bereits eingeplanten Finanzmittel stattdessen in einen ähnlichen Umbau des Frankfurter Hauptbahnhofes fließen würden, statt von Stuttgart nach Ulm bauen wir dann endlich die Schnellfahrstrecke von Frankfurt bis Fulda…  ja, schon gut… träumen wird man ja noch dürfen ;-)

Keine Macht den Doofen!

Frederick Huntsberry, der Geschäftsführer von Paramount hat in einer Kampfrede gegen Filmparaterie unter anderem folgendes ausgeführt:

Piraterie sei für die organisierte Kriminalität neben Menschenhandel, Identitätsdiebstahl und Kinderpornografie ein weiteres Standbein. Warum solle man Drogen auf der Straße verkaufen, wenn man auch mit Filmpiraterie Geschäfte machen könne.

Ich finde man sollte daher umgehend die Filmpiraterie legalisieren, um Drogenkriminalität, Menschenhandel und Kinderpornografie wirksam zu bekämpfen. Wenn all die Leute mit dem Verteilen von Filmen beschäftigt sind können sie ja nach Huntsburrys Logik keine der anderen Verbrechen mehr begehen. Sicherlich ist die Film- und Meidenindustrie gerne bereit dieses kleine Opfer für eine bessere Welt zu bringen.

Das bisschen Öl…

Adler entflogen

Was es nicht alles gibt… Der Koch will den Brei künftig woanders verderben, Lena gewinnt den Eurovision Song Contest für Deutschland und schon fühlt sich Horst Köhler gezwungen zurückzutreten. Gut, ich denke nicht dass es ihm wie Marcel Reich Ranicki mit seinem Fernsehpreis 2008 ging und er am Ende gar wegen dem Grand Prix sieg die Lust am Amt des Bundespräsidenten verloren hat… Nach dem was als Grund genannt wurde scheint es sich ja um die Vorwürfe dagegen gehandelt zu haben, dass er die Wahrheit auf den Punkt gebracht hat. Zugegeben – für Politiker ist das ja durchaus ein ungewöhnliches Verhalten, da hätte er sich mal bei anderen informieren können, die sich da besser auskennen…

Wahrscheinlich um den Medien irgendwelche dubiosen falschen Gerüchte über die Vertretungsregelung zu ersparen hat er in seiner Rücktrittrede ja noch erklärt wie der Laden weiter läuft. Der Präsident des Bundesrates übernimmt vorerst die Aufgaben, wenn der Adler aus dem Bundeshorst davongeflogen ist… oder eher umgekehrt…, und innerhalb der nächsten 30 Tage wird ein neuer Bundespräsident gewählt – mal gespannt wer das Rennen macht. Lena kommt in dem Fall wohl nicht in Frage, die ist zu jung und darf ja gerade mal seit ein paar Tagen selber bei Wahlen ihre Stimme abgeben. Stefan Raab hingegen könnte mit 44 ja prinzipiell gewählt werden… Ob sich am Ende gar der Koch in die Küche von Schloss Bellevue verirrt? Aber der will ja demnächst aus der Politik raus und endlich wieder dorthin zurückkehren, wo die wahre Macht im Staate liegt – in die Vorstandsetagen der Großkonzerne und Banken.

Das Grand Prix-Lied hab ich bis jetzt übrigens noch gar nicht gehört…

Geld für Müll

Die Medienindustrie sammelt ihr Geld nicht nur über den direkten Verkauf ihrer Produkte sondern auch noch auf kreativere Art und Weise ein. Sogenannte Verwertungsgesellschaften belegen Produkte wie Kopierer, CD-/DVD-Brenner, Drucker, Computer, u.s.w. mit Abgaben, die von den Herstellern dieser Produkte direkt an die Verwertungsgesellschaften abgeführt und natürlich entsprechende Aufschläge über den Preis an die Endkunden weitergegeben werden. Letztlich ist die Geschäftsidee hinter diesem Modell darauf aufgebaut, dass man dem Endkunden unterstellt er würde diese Produkte ja unter anderem zur Vervielfältigung von Musik, Filmen, Büchern, Zeitschriften u.s.w. einsetzen. Es ist schon erstaunlich, dass die Hersteller dieser Produkte das so einfach mitmachen und vor allem, dass Otto-Normal-Verbraucher sich nicht zur Wehr setzt. Mittlerweile ist es ja offiziell dank mehr oder weniger alberner “Kopierschutzmechanismen” und Gesetzen die deren Umgehung unter Strafe stellen größtenteils eigentlich gar nicht mehr möglich die Produkte der Medienindustrie wirklich zu kopieren. Wenn man die Abgaben ernst nehmen würde müsste man doch jeden DVD-Rohling auch ganz legal mit dem neuesten Blockbuster bespielen dürfen – schließlich zahlt man mit dem Kauf des Rohlings ja eine entsprechende Abgabe an die Verwertungsgesellschaften.

Das Wort “Verwertungsgesellschaft” finde ich in diesem Zusammenhang sowieso lustig – es erinnert mich irgendwie an das Duale System – Reststoffsammlung und Müllverwertung. Denn nichts anderes erscheinen mir die meisten Produkte der Medienindustrie zu sein – der immer wieder gleiche Müll, den man recycelt und erneut in bunten Verpackungen verkauft. Die Abgaben auf CD- und DVD-Rohlinge sollen nun neu verhandelt und nach dem Willen der Verwertungsgesellschaften dabei auch gleich kräftig erhöht werden. Wenn man seinen Müll nicht direkt verkaufen kann, dann muss man halt einfach Geld dafür nehmen wollen, dass andere Leute vollkommen andere Dinge verkaufen – genial. Der Gemüsehändler der seine faulen Tomaten nicht mehr los wird erpresst also die Hersteller von Kühlschränken, damit diese ihm eine Abgabe zahlen – schließlich benutzen die Menschen, die die Kühlschränke kaufen diese womöglich dazu um Tomaten darin aufzubewahren.

Angesichts der drohenden höheren Abgaben auf Rohlinge sind einige Leute in Luxemburg und der Schweiz nun offenbar auf eine andere Geschäftsidee gekommen, um ihre alten CD-ROMs zu Geld zu machen. Sie klauen einfach Kundendaten von Banken und bieten diese diversen deutschen Finanzbehörden zum Kauf an. Unsere Politiker wiederum sind nach einiger Diskussion nun gewillt bei den Datenhehlern zu kaufen und den Diebstahl zu belohnen – Wozu haben wir eigentlich ein Bankgeheimnis und Datenschutzgesetze, wenn der Staat sich daran einfach mit den Geldern ehrlicher Steuerzahler vorbeikauft? Bekommen wir demnächst auch wieder eine indirekte Todesstrafe, indem das BKA einfach Auftragskiller auf flüchtige Mörder ansetzt, oder – weniger reißerisch formuliert – bezahlt die Polizei in Zukunft einfach Einbrecher, damit diese Wohnungen durchstöbern, die sie selbst ohne richterlichen Beschluss nicht durchsuchen dürfte? Wirklich lachen musste ich ja über die jüngsten Nachrichten, dass nun immer mehr Trittbrettfahrer auf den Zug aufspringen und ihrerseits solche Steuerdaten-CDs anbieten. Hoffentlich versteuern die Datendiebe wenigstens die Millionen, die der Staat ihnen in den Rachen wirft…. Vielleicht sollten Steuersünder lieber schnell ihre eigenen Finanzdaten an den Staat verkaufen – von dem Erlös können sie dann bei geschickter Verhandlung des Preises auch gleich die Strafe zahlen.

Oder gibt es diese ominösen CDs am Ende überhaupt nicht und man lanciert nur entsprechende Pressemeldungen, damit die sündigen Steuerflüchtlinge aus Angst vor Fahndungserfolgen zur Selbstanzeige schreiten? Angeblich gab es in den letzten Wochen deutlich mehr solcher reumütigen Bürger als in den Monaten davor. Dies wäre dann allerdings ein wirklich geschickter Schachzug der Finanzämter – Pressemeldungen gibt es im Gegensatz zu dubioser Hehlerware nämlich umsonst. Das kann man sich bei Firmen wie Apple abschauen, die eigentlich keinerlei Werbung für ihre Produkte machen müssen, da die Medien freiwillig über jeden pups berichten. Dort geht das ja schon so weit, dass die Presse schon darüber schreibt, dass Gerüchten zufolge vielleicht demnächst eine Pressemeldung herausgegeben werden könnte.

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