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Es gibt Tage da verliert man, …

… und es gibt Tage da gewinnt ein anderer. Die Woche hat ja schon am Sonntag Abend scheiße angefangen, als mir mein Fahrradsattel geklaut wurde. Aber nachdem ich heute das Rad durch halb Kreuzberg geschoben habe um mir bei einem Händler einen neuen Sattel zu besorgen (die Trägerstangen sind scheinbar leider nicht genormt, deswegen brauchte ich das Rad dort und konnte nicht nur den Sattel kaufen) war ich noch einkaufen. Kaum daheim schnitt ich die Plastikverpackung einiger PET Flaschen auf, um diese in den Kühlschrank zu räumen. Bei dieser Aktion habe ich wohl eine der Flaschen angeritzt, jedenfalls ist diese quasi explodiert und hat einen halben Liter Getränk in der Küche verteilt.

Lieber Leser lass Dir sagen – wenn Du an einem Montag Abend dabei bist die Decke(!!!) Deiner Küche zu putzen weißt Du mit Sicherheit, dass Du einen richtig miesen Start in die neue Woche hattest.

Pferdediebe

Naja nicht ganz das Pferd, aber den Sattel hat man mir heute gestohlen. Mein Rad war in Pankow an einer Straßenecke abgestellt, eigentlich nichtmal unbedingt eine “schlechte Gegend” und auch keine Durchgangsstraße, aber irgendein asoziales Arschloch hat mir den Sattel geklaut. Es ist nicht mal unbedingt ein teures Modell, nur der ganz normale Sattel der beim Kauf am Rad dran war – sogar mit einigen Macken durch einen Feuerschaden. Ich hatte nach dem Kauf extra alle Schnellspanner gegen normale Inbus-Schrauben austauschen lassen, aber das hat leider ja offenbar auch nichts geholfen. Ich verstehe so etwas einfach nicht… wie kann man nur so scheiße drauf sein? In Darmstadt wurde mir mal die Rücklichtbirne geklaut und etwas später sogar der LNB der Sat-Schüssel vom Dach… Ist das Hab und Gut anderer Menschen ein Selbstbedienungsladen? Haben die Leute einfach kein Gewissen, keinen Anstand und keinen Funken Ehre mehr am Leib? :-(

Grabenkämpfe im Supermarkt

In der Schlacht um Verdun wurde 1916 elf Monate lang erbittert um ein Fleckchen Erde gekämpft, ohne dass sich dabei der Frontverlauf nennenswert verschoben hätte. Ungefähr genau so schnell – wenn auch etwas weniger blutig – ging es am Sonntag Nachmittag bei REWE in der Schlange am Leergutrücknahmeautomat voran. Die Feindseligkeit unter den Wartenden war allerdings auch nicht viel anders als damals im Weltkrieg. Einige in der Reihe sahen zudem auch so aus, als ob sie bereits seit einigen Monaten im Graben stationiert waren.

Der REWE Markt im Ostbahnhof ist gut besucht – besonders an den Sonntagen, an denen er dank seiner Lage im Bahnhof geöffnet sein darf. Dass es dort nur einen einzigen Automaten zur Annahme von Flaschen gibt und sich das Personal leider weigert, zusätzlich von Hand Leergut anzunehmen, führt regelmäßig zu einer Warteschlange quer durch den ganzen Laden. Die Tatsache, dass der Automat alle Nase lang blockiert oder der Mechanismus zum drehen der Flaschen versagt, der es dem Scanner erlaubt auch auf der ihm abgewandten Seite liegende Strichcodes zu finden, macht es auch nicht gerade besser. Die einzige Maßnahme, die REWE gegen die Überbeanspruchung ergriffen hat, ist ein  handgeschriebener Zettel, der die Abgabe auf “haushaltsübliche Mengen” beschränken soll. Was denn eigentlich eine haushaltsübliche Menge ist, haben sich die Verantwortlichen aber auch nicht wirklich überlegt scheint mir.

Ich selbst stand auch mit massenweise Leergut an – und das ist bei mir durchaus “haushaltsüblich”. Alle Zwei Wochen findet ein Spieleabend statt, dazu meistens noch ein oder Zwei Runden DSA. Zusätzlich mein Eigenverbrauch. Da die Wartezeiten am Pfandautomat relativ hoch sind und ich meistens auf dem Rückweg vom Büro einkaufen gehe, d.h. bei diesen Gelegenheiten kein Leergut dabei habe, sammelt sich einiges an bevor ich es zurückbringe. Ein logistisches Problem meinerseits mag der geneigte Leser denken, aber überlegen wir uns doch auch kurz einmal was ein “normaler” Haushalt in einer einzigen Woche versäuft… Gehen wir mal von einer 4 köpfigen Familie aus und nehmen wir an sie deckt ihren Flüssigkeitsbedarf aus durchschnittlichen Mehr- und Einwegflaschen. Diese haben im allgemeinen ein Fassungsvermögen von 0,75 bis 1,5 Litern. Jedes Haushaltsmitglied soll (insbesondere bei den sommerlichen Temperaturen) eigentlich 2 bis 3 Liter pro Tag konsumieren. Mit anderen Worten 2 bis 3 Flaschen. Unsere Beispielfamilie kämpft sich einmal die Woche in die Gräben von REWE und hat dann ca. 56 bis 84 Flaschen dabei. Und dann soll noch mal einer behaupten die ganzen Sammler in der Reihe hätten keine “haushaltsüblichen Mengen”.  Der Leser möge sich alleine mal das Volumen von 84 Plastik Einwegflaschen vorstellen… Natürlich stehen die “Berufs-Sammler” jeden Tag da, sicherlich, aber das kann man ja schlecht kontrollieren und die armen Schweine haben es eigentlich auch nicht verdient, dass man ihnen da auch noch Steine in den Weg legt, wenn sie es denn schon nötig haben Mülleimer und Straßengräben nach leeren Flaschen zu durchsuchen.

Böse Zungen könnten behaupten das eigentliche Problem liegt an der Armut in Berlin. Der Tatsache, dass die Leute selbst die Flaschen, die der Automat nicht nimmt, und die deswegen von jemandem vor ihnen schon in den Müllkorb neben dem Automaten gelegt wurden immer wieder herauspuhlen und selbst nochmal versuchen abzugeben zeigt das recht deutlich. Aber offiziell ist der politische Wille ja, dass alle Flaschen mit Pfand auch genau zu den Läden mit den dämlichen Automaten zurückgetragen werden und eben nicht in irgendwelchen Mülleimern in der Stadt landen, aus denen sie die Veteranen der Supermarktgräben wieder hervorholen.  Ich habe mir nach dem nervigen und sich ewig hinziehenden Belagerungskampf auch überlegt ob ich in Zukunft den Kram einfach in den Müllcontainer (Verzeihung, den Wertstoffsammelbehälter des Dualen Systems) werfe, aber das kann ja auch nicht im Sinne des Erfinders sein – oder doch? Sind diese Automaten denn im Grunde etwas anderes als ein Alibi? “Schaut her, prinzipiell könnt ihr das Zeug zurückbringen”. Aber jede Flasche, die dann doch irgendwo im Müll landet bringt irgendjemandem ja 25 Cent Gewinn…

Eigentlich müssten die Rücknahmeeinrichtungen in den Verkaufsstellen es erlauben, dass man mit minimalem Zeitaufwand von sagen wir insgesamt nicht mehr als ein oder maximal zwei Minuten die “haushaltsübliche Menge” auch einer Großfamilie, die sich vielleicht sogar nur alle zwei Wochen zum Supermarkt findet abgeben kann. Wartezeit in der Schlange schon eingerechnet. Die Automaten sind einfach zu langsam. Nach Einführung des Pfandes hat man den ganzen Kram an der Kasse abgegeben, das ging schneller. Die Kassiererin hat die Menge grob geschätzt Flaschen gezählt und in der Schlange stand man sowieso schon zum bezahlen an. Gut, es war etwas unpraktisch, dass man beim Einkauf ständig den Kram an der Backe hat, wenn man eigentlich frische Lebensmittel haben möchte. Aber was kann man sonst tun? RFID Ettiketten für die Flaschen, so dass man sie nur noch durch einen Torbogen an der Supermarkttür schieben muss und schon gibt es einen Pfandbon? Das ginge zumindest wesentlich schneller als die Barcode-Geschichte… Leergutannahme@Home? Ein Flaschenschredder mit USB Anschluss? Geht natürlich auch nicht, zu viel Manipulationsmöglichkeiten… die Pragmatische Lösung wäre es den ganzen Mist einfach abzuschaffen. Ab mit den Flaschen in den gelben Sack und den Rücktransport zum Recycling übernimmt die Müllabfuhr. Dummerweise häuft sich dann aber wieder der Müll in den öffentlichen Grünanlagen, weil es dann keine Obdachlosen billigen Arbeitskräfte mehr gibt, die die ganzen Flaschen die dort herumliegen wieder einsammeln. Denn mal ganz ehrlich, das ist doch der einzige positive Effekt der ganzen Einwegpfandgeschichte, oder? Arme Säue, die hinten den Umwelt-Säuen den Müll wegräumen.

Bis bald und dem Leser viel Glück bei seinem nächsten Abstecher in die Gräben von Verdun des nächsten Supermarkts.

Aufblasbare Kastenbrote

Vor dem Ostbahnhof war am Sonntag die Hölle los. Unzählige kleine Menschen mit quietschbunten und mit Helium gefüllten Ballons belagerten den Strahlauer Platz und diverse Teile des Bahnhofsgeländes. “Die KiKa Sommer Tour” sorgte für das eher ungewöhnliche Hindernis auf meinem Weg zur S-Bahn. Die unabsichtlich des öfteren gleichsam als Fesselballons eingesetzten pinken Einhörner erschwerten nicht nur die Sicht, sondern auch die Routenplanung durch das Gewimmel. Mit dabei unter anderem ein aufblasbarer Grimme-Preis-Träger als Kletterwand, der über Lautsprecher seine bekannten mürrischen Sprüche zum besten gab.

Bernd das Brot

Bernd das Brot

Bin ich ein Nerd?

10 Dinge an denen Du erkennst, dass Du ein Nerd bist:

  • 10. Du bist nicht dem Link gefolgt, weil Du schon weißt, was ein Nerd ist.
  • 9. Wenn Du über die Schwerkraft nachdenkst (und das tust du tatsächlich ab und zu) geht es dabei nicht nur darum was Dich in Deinem Stuhl festhält, sondern auch darum was Deinen Stuhl und die Erde an Deinem Hintern festhält.
  • 8. Deinen 32. Geburtstag wirst Du nicht als 30b sondern 0×20 ankündigen.
  • 7. Du weißt was der Witz bedeutet, dass Informatiker Weihnachten mit Halloween verwechseln können.
  • 6. Du weißt wer Richard Feynman, Steven Hawking, Steve Jobs, Jean Luc Picard und Arthur Dent sind.
  • 5. Geschwindigkeiten misst Du gelegentlich nicht in Kilometern pro Stunde sondern auch mal in Metern pro Sekunde oder sogar Ångström pro Woche
  • 4. Mit Deinen Fingern kannst Du nicht nur bis 10 sondern mindestens bis 1023 zählen.
  • 3. Du weißt, dass schwarze Löcher nicht schwarz sondern bestenfalls grau sind.
  • 2. Bei der Schlagzeile “Irans Atomprogramm: Gates wirft Weltgemeinschaft Unfähigkeit vor” dachtest Du zuerst kurz “Was hat denn Microsoft damit zu tun?”
  • 1. In Deiner Firma hast Du die Nachricht, dass in der Küche Kuchen steht damit begründet, dass Du am Wochenende deinen 11111. Geburtstag gefeiert hast und keiner hat Dich verstanden…

11111 Jahre Wonko

Und wieder jährt sich der Tag meiner Geburt. Unaufhaltsam schreitet der körperliche Verfall voran und bald muss ich mein Alter in Äonen messen. Früher war alles besser – Die Stummfilme liefen noch im Radio, Gummistiefel wurden aus Holz geschnitzt und Twix hieß noch Raider – Die Welt war in Ordnung. Aber richten wir den Blick lieber in die Zukunft. Ab dem nächsten Jahr kann ich mein Alter endlich wieder mit einer 2 am Anfang schreiben – auch wenn ich dazu ins Hexadezimale System ausweichen muss. In diesem Jahr muss ich mich mit der Schnapszahl 11111 begnügen. Kleiner Tipp für alle die es nicht verstehen: Es gibt nur 10 Arten von Menschen auf der Welt, solche die Binärzahlen lesen können und solche die es nicht können.

Zumindest feiert die Hauptstadt gebührend das Ereignis – zu meinen Ehren werden bereits seit Donnerstag Abend drei Tage lang Großfeuerwerke auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof abgehalten. Das ist ja auch das mindeste ;-) . Die chinesischen Feuerbomben konnte ich hier sogar sehr gut von meinem Wohnzimmerfenster aus bewundern.

Ratten der Lüfte

Eine gewöhnliche Taube hat offenbar, wie SpOnline berichtet, durch einen Kamikatze-Angriff den Bahnverkehr in Hannover für Stunden unterbrochen. Das Tier vollübte den Anschlag indem es sich auf der Oberleitung niederließ, vom Stromabnehmer des IC erfasst wurde und einen Kurzschluss auslöste, welcher wiederum ein Halteseil der Oberleitung durchschmorte so dass diese auf den Zug herabfiel.

gebratene Taube

gebratene Taube

Kleine Ursache – große Wirkung.

Die Reisenden im Zug kamen nicht zu Schaden und wurden ebenso wie die Passagiere einer durch den Vorfall stromlos liegengebliebenen S-Bahn evakuiert. Für die Taube kam allerdings jede Hilfe zu spät ;-) sie bezahlte die spektakuläre Aktion mit ihrem Leben.

Das Miniwahr informiert

Sieben Zwerge ohne Schneewittchen?

Die Meldung ist schon fast so alt wie das Märchen, aber mir kam eben ein banales Problem in den Sinn…

Windows 7 soll es – zumindest in Ländern in denen die Kartellbehörden aufgemuckt haben – ohne Internet Explorer im Handel geben. Unter der Haube ist er wohl dennoch enthalten, aber zumindest wird dem unbedarften Anwender die Möglichkeit genommen ihn aufzurufen (oder um es politisch aktuell zu formulieren “der Zugang wird erschwert”).

Das ganze wirft die lustige Frage auf, wie man denn wenn man denn ein solches Winows 7 “E” gekauft hat an seinen Firefox kommt. Einfach mal eben die Webseite aufrufen und runterladen geht ja schlecht ohne schon mit Bordmitteln verfügbaren Browser ^^

Was war also zuerst da? Die Henne oder das Ei?

Zug um Zug

Züge fahren ist lustig. Die Großen, nicht auf der Modellbahn!

Ich hatte diese Woche Gelegenheit einen Fahrsimulator für eine E-Lok auszuprobieren und diese über eine virtuelle Strecke zu fahren. Zu Feierabend war dann auch eine Rekordfahrt unter Missachtung aller Streckengeschwindigkeitsbegrenzungen möglich. Wenn der Zug dann aber mit 230 km/h über die simulierten Weichen brettert fragt man sich aber auch, ob er nun auch simuliert entgleisen kann. Ein stoppen an einem Halt zeigenden Signal ist bei solch eklatanter Raserei auch kaum noch rechtzeitig möglich, selbst wenn die virtuellen Bremsen gewaltig über die Lautsprecher quietschen.

Das reale Ding würde man dann aber doch auch gerne mal ausprobieren – natürlich mit gesitteter Geschwindigkeit. ^^

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