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Schmarotzen im Elektrosmog

Genial. Zuerst erschien mir die Überschrift des Artikels bei Heise.de ja mal wieder wie ein Aprilscherz, aber die Idee ist wirklich genial: “Nokia will mit Elektrosmog Mobiltelefone laden

Elektrosmog, also mehr oder weniger absichtlich oder unabsichtlich erzeugte elektrische Strahlung findet sich quasi überall. Von den Feldern aller elektrisch betriebenen Geräte, Stromleitungen u.s.w. bis zu absichtlich ausgesandten Radio- und Funkwellen tobt überall um uns herum (und durch uns hindurch) ein wahres Tohuwabohu an Energie durch den Äther. Energie die quasi für jedermann oder in dem fall jedesding zum greifen nahe und quasi ungenutzt herumliegt.

Mittels einer einfachen Empfangselektronik, deren Miniaturisierung immer weiter fortschreitet (man denke nur an alle möglichen Anwendungen der RFID Technik, bei denen die Chips z.B. in Preisettiketten genau so drahtlos mit Strom versorgt werden) lässt sich diese Energie anzapfen. Vielleicht erinnert sich auch noch der eine oder andere an den Versuch im Physikunterricht, bei dem mittels Radiowellen eine Glühlampe zum leuchten gebracht wird, die an einem mit nichts als einer Art Antenne verbundenem Stromkreis hängt.

Die Energie die man so gewinnt ist natürlich abseits von starken Sendern, wie sie einige Handy Hersteller schon jetzt zum schnurlosen Laden ihrer Produkte indem man diese einfach auf oder in die nähe einers Ladegeräts legt, nicht sonderlich groß, aber für den Standby Betrieb von Handies scheint sie schon auszureichen. Denkt man diese Anwendung noch ein Stück weiter kommt man auf unzählige Elektronikprodukte die man so quasi “umsonst”, “für immer” und vor allem schnurlos mit Strom versorgen könnte. Armband- und Wanduhren, Wetterstationen und Digitalthermometer, Fernbedienungen, Taschenrechner und vielleicht sogar besonders stromsparende Displays oder zumindest Leuchtdioden zur Not- oder Effektbeleuchtung, Laserpointer, Headsets und drahtlose Kopfhörer…

Eben der ganze Kram in den man Heutzutage alle Jubeljahre mal eine Batterie einsetzen muss, die im Zweifel immer in den ungünstigsten Momenten den Geist aufgibt.

Gestochen scharf

Australische Saarländische Wissenschaftler haben entdeckt, dass man aus den Betriebsgeräuschen von Nadeldruckern Rückschlüsse auf die gedruckten Texte nehmen kann. Nun… da diese schrecklich modernen Geräte überall weit verbreitet im Einsatz sind ist die Tragweite dieser absolut bahnbrechenden Entdeckung natürlich kaum abzuschätzen. Insbesondere, dass derjenige, der ein Mikrophon am Drucker anbringt im zweifel auch gleich eine Kamera benutzen oder direkt die ansteuernde Datenleitung abhören könnte, aber schwamm drüber.

Eigentlich berichte ich ja auch nur über diese Not-News, die Gestern durch die Presse ging (z.B. SpOnline), weil sie mir erlaubt einen Link zu diesem Bild hier zu setzen und damit die (immer noch nicht aussortierten) Japan Bilder von 2005 zu promoten.

Hochmoderne Drucker mit mindestens neun Nadeln in Osaka, Japan

Hochmoderne Drucker mit mindestens neun Nadeln in Osaka, Japan

Mundraubkatzen

Freche Biester… meine beiden Kater haben Gestern den Rucksack einer Freundin geplündert und einen Packen Katzenfutter, den sie dabei hatte, aufgebissen und angefressen. Als ob die beiden nichts zum fressen bekommen würden – von wegen, in der Küche stand ein voller Napf. Muss ich jetzt auch noch einen katzensicheren Aufbewahrungsschrank für Garderobe im Gang aufstellen? ;-)

Abenteuer im Wilden Best-Westen

Iiiinnnnnndddiiiiiiaaaaaaanneeeeer!

Servus!

Die letzten Tage war ich auf einer Dienstreise in Kiel und habe die Nacht vom Mittwoch auf Donnerstag im Best Western Hotel verbracht. Nach einigen Schwierigkeiten auf dem schwankenden Bett (zwei übereinandergestapelte Federkernmatratzen) einzuschlafen wurde die Nacht dann leider sehr kurz als gegen 5 Uhr ein gellendes Pfeifkonzert meinem Schlaf ein jähes Ende setzte. Kurz darauf klingelte auch noch das Telefon und eine Stimme vom Band forderte die Gäste auf schnellstmöglich das Hotel zu verlassen.

Da noch keine Rauchschwaden ihren Weg in mein Zimmer suchten beschloss ich zuerst zumindest meine Hose und Schuhe anzuziehen und begab mich dann auf den Gang. Dort sah ich immer noch kein Feuer sondern nur jede Menge äußerst missmutiger und müder Gesichter meiner Zimmernachbarn. Als wir uns dann auf den Weg zu den Notausgängen machten kamen uns allerdings auch schon andere Gäste mit der Meldung “Fehlalarm” entgegen. Etwas unschlüssig, ob ich mich auf diese Aussage irgendeines Hotelgastes nun verlassen sollte oder nicht, tapste ich zurück ins Zimmer und wartete erstmal ab. Schließlich verstummte der Alarm und ich überlegte, ob ich nochmal versuchen sollte einzuschlafen oder nicht. Eine knappe Viertelstunde später ertönte abermals der Alarm, diesmal allerdings sukzessive in den einzelnen Zimmern, denn kaum war er bei mir verstummt hörte ich ihn aus dem Nachbarraum. Offenbar eine Testfunktion der Warnanlage, die wieder scharf geschaltet wurde.

Was für eine Nacht… aber besser so als andersrum. Wenigstens funktioniert das System und ich werde sogar trotz Ohrstöpsel wach.

Killerspieler in Schilda

Ich Zweifle immer mehr am Verstand unserer Politiker…

Da werden reihenweise Gesetze erlassen, die danach vom Bundesverfassungsgericht einkassiert werden müssen, weil sie eklatant gegen rechtsstaatliche Prinzipien verstoßen, …

Pünktlich zum Superwahljahr bringt man beinahe auf Bildzeitungsniveau Gesetzesvorschläge wie Kinderporno-Sperren im Netz auf den Weg, die in ihrer technischen Unsinnigkeit nur von den Gefahren des Missbrauchs der Mechanismen überboten werden, …

Und nach jedem Amoklauf sind natürlich die bösen Computerspiele schuld und keinesfalls die Tatsache, dass Sohnemann und Papa jeden Sonntag im Schützenverein das zielen geübt haben und Waffen und Munition praktischerweise gleich zuhause liegen und nur darauf warten in den Schulranzen gepackt zu werden.

Nein, jetzt will man auch noch Freizeitaktivitäten wie Lasterdome und Paintball (Gotcha) verbieten, weil sie durch die Simulation des Tötens ja total sittenwidrig seien. Im selben Atemzug stellt man aber klar, dass großkalibrige Waffen natürlich auch weiter in den Schützenvereinen genutzt werden können – vielleicht sollte man aber mal darüber Nachdenken ob man das Alter der Schützen von 14(!) auf 18 anhebt. Hauptsache der Nachwuchs schießt nicht mit Farbbällen oder Lichtstrahlen, die sind natürlich im Unterschied zu den scharfen Waffen im Verein unglaublich gefährlicher.

Bin ich der einzige der sich angesichts solcher irrwitzigen Gesetzesinitiativen veräppelt vorkommt? Für wie dumm hält man die Bevölkerung eigentlich?

Auf dem Niveau könnte man ja gleich noch weiterdenken – was ist denn mit Kindern die an Fasching Cowboy und Indianer spielen? Ist das nicht auch eine sittenwidrige Simulation des Tötens, wenn die mit Schreckschusswaffen oder im Sommer mit Wasserpistolen aufeinander schießen? Muß man da nicht auch Eingreifen? Zusätzliche Brisanz gewinnt das Cowboy und Indianer Beispiel zudem natürlich durch den rassistischen und ethnisch motivierten Akt. Verbieten! Verbieten! Verbieten!

Ich bin dafür, dass man endlich einmal Politikern verbietet solchen Unsinn zu verzapfen. Ich bin dafür, dass man es unter Strafe stellt, wenn sachlich begründeten Expertenmeinungen zu Themen nur mit stoischer Ignoranz begegnet wird. Ich bin dafür, dass man Minister verbietet, die wiederholt Gesetze auf den Weg bringen, die der Verfassung widersprechen.

Es reicht!

Verlängerung fürs WLan-Kabel

Nachdem ich in letzter Zeit immer wieder ärgerliche Probleme mit dem in einem Thinkpad eingebauten WLan hatte, habe ich mich vergangenes Wochenende dazu durchgerungen doch auf eine externe Lösung umzusteigen. Leider passen wegen den dicken Antennenaufbauten keine WLan-PCMCIA Karten, denn direkt im Slot obendrüber steckt bereits eine Soundkarte im Notebook, die ich für den digitalen Tonausgang benötige. Ein einziges Modell mit flacher Antenne habe ich gefunden, aber leider nur von einer obskuren Billigmarke (Belkin). “Der reinste Schrott” ist noch eine freundliche Beschreibung des Produktes. Zum Glück konnte ich es gleich wieder umtauschen und habe jetzt einen USB Stick von AVM. Der ragt zwar nun etwas nervig an der Seite des Notebooks heraus, aber dafür ist die Verbindung flott und stabil. Auch die Reichweite ist bedeutend besser geworden und ich habe den Router nebst Kabelmodem jetzt ins Arbeitszimmer verbannt. Damit gibt es deutlich weniger Kabelsalat im Wohnzimmer.

An meiner Nordwest-Wand in Salsa-rot hat nun neben dem Monitor und der DVD-Vitrine auch ein Bücherregal Platz gefunden, ob es letztlich dort auch bleibt habe ich noch nicht endgültig beschlossen. Mal demnächst ein paar Meinungen von Freunden einholen, ob es nach was ausschaut, oder doch eher nicht.

Am Freitag letzter Woche habe ich zum ersten “offiziellen” Spieleabend geladen, den ich quasi zusammen mit dem Esstisch adoptiert habe. Ich denke es hat den meisten Gästen Spass gemacht und ich freue mich schon auf das nächste mal. Mal sehen ob sich der alte 2-Wochen-Rhitmus wieder einpendelt. Bei der Letzten Runde Werwölfe habe ich allerdings kläglich versagt, ich hatte tatsächlich meine Rolle vergessen was zu reichlich Irritationen beim Spielleiter und quasi meinem unbeabsichtigten Selbstmord führte ;-) Irgendwie war ich da dann doch langsam müde und unkonzentriert.

Knapp vorbei ist auch daneben

Irgendeinen kleinen Haken muss natürlich auch der unverbaubare Spreeblick meiner neuen Wohnung haben. Jeden Abend tummeln sich derzeit eine Hand voll Mücken an der Decke meines Schlafzimmers. Zwar bin ich bisher noch nicht gestochen worden, aber ich will mir schon aus Prinzip jedes Lebewesen persönlich aussuchen, das in mein Schlafzimmer darf.

Um die ungebetenen Gäste draußen zu halten habe ich mich also auf den Weg zum Heimwerkertempel gemacht und dort von den Priestern Linderung erbeten. Die erste Peinlichkeit ergab sich dann gleich, als ich eine Verkäuferin anhielt, um nach Fliegengittern fürs Fenster zu fragen, und sie mich an den großen Stand “Insektenschutz” direkt in der Regalreihe hinter mir verwies. Dummerweise wusste ich nur noch die Breite meiner Fenster auswendig, aber nicht mehr ihre Höhe und griff so natürlich zu den Falschen Fliegengittern. Als ich sie später zuhause montieren wollte waren sie leider 10cm zu kurz. Knapp vorbei ist eben leider auch daneben.

Hoffentlich kann ich die Dinger umtauschen, werde nachher nochmal im Baummarkt vorbeigehen und um ein Upgrade auf die nächst größere Version bitten. Hoffentlich sind die Jungs und Mädels dort so flexibel, dass sie es schaffen das Klebeband aus den beiden Packungen, die ich schon an meinen Fenstern verbaut habe, mit dem aus den Packungen der größeren Fliegengitter zu ersetzen, die ich mitnehmen will…

Postkutschen im Wilden Osten

Heute war ich auf einer kurzen Dienstreise in Budapest. Morgends in aller Frühe zu einer sehr unanständigen Zeit aufstehen, mit dem Zug ans Ende der Welt zum Flughafen Schönefeld und von dort mit dem Billigflieger nach Ungarn.

Abenteuerlich gestaltete sich dann die Taxifahrt zum Geschäftstermin in der Stadt. Angesichts ständiger Staus schlugsich der Taxifahrer quasi plötzlich in die Büsche und fuhr mit mir durch immer kleinere Nebenstraßen. Ob die Zickzackfahrt durch die kleinen Gassen wirklich etwas gebracht hat wage ich allerdings zu bezweifeln, letztlich standen wir bald darauf doch wieder im Stau und es ging nur im Schritttempo an der Donau entlang.  Zumindest konnte ich so den einen oder anderen Blick auf die Sehenswürdigkeiten der Stadt werfen. Nach fast einer Stunde Fahrt erreichten wir dann endlich das Ziel und am Rest des Tages blieb dann keine Zeit mehr für privates.

Auf der Rückfahrt sah es trotz anderer Fahrtroute ähnlich aus, nur diesmal gab es nur einen alten Kleinwagen als Taxi der sich mit quietschenden Reifen in jede Kurve legte und an der Geschwindigkeit der Fahrt kann das nun wirklich nicht gelegen haben. Auch hier wich der Taxifahrer einen Stau aus und es ging auf einmal zwischen Schuttbergen und Kleingärten entlang. An einer Stelle, an der er dann nicht in die richtige Richtung abbiegen konnte kamen wir nach ca. 5 Minuten ein zweites mal vorbei aber letztlich erreichten wir dann doch wohlbehalten und noch rechtzeitig für den Heimflug den Flughafen. Diesmal mit der ungarischen Staatslinie. Nachdem der Bus auf dem Rollfeld schon neben einer alten Propellermaschine angehalten hatte und einige Passagiere schon erste Bemerkungen über das Flugzeug machten fuhren wir aber zum Glück doch noch ein Stück weiter zu einem anderen Stellplatz und bestiegen einen Jet. Dank des Platzes am Notausgang hatte ich es fast so Bequem, wie bei der Bahnfahrt am Sonntag, allerdings gab es außer einem Lebkuchen und einem Glas Softdrink nichts zu Abend.

Erstklassig Reisen

Am Vergangenen Freitag bin ich anlässlich des Geburtstages meiner Mutter von Berlin an den Bayrischen Untermain gefahren, um meine Familie zu besuchen. Dank meiner gesammelten Punkte im Bahn-Bonus-Programm konnte ich für den Preis einer normalen Fahrkarte der zweiten Klasse mit Upgrade-Gutscheinen stattdessen in der ersten Klasse fahren.

Man könnte sich wirklich an die Annehmlichkeiten gewöhnen. Ich hatte sowohl auf der Hin- als auch auf der Rückfahrt ein ganzes Abteil für mich alleine. Bequeme Ledersessel, so viel Beinfreiheit, dass ich auch wenn ich mich auf den Sitz gefläzt habe dennoch nicht die andere Seite des Abteils erreichen konnte, dazu ein riesiger Schmetterlingstisch und ein großes Fenster. Eine kostenlose Zeitung, etwas süßes zur Begrüßung und Am-Platz-Service für Angebote des Bordrestaurnts gehören selbstverständlich zum normalen Umfang der Betreuung in der 1. Klasse.

Auf der Rückfahrt habe ich angesichts einer knappen Umsteigezeit in Frankfurt lieber einen früheren Zug ab Aschaffenburg genommen und konnte dann in Frankfurt die DB-Lounge ausprobieren. Warme und kalte Getränke umsonst, bequeme Sessel und eine im Gegensatz zur Wartehalle relativ ruhige Atmosphäre – auch daran könnte man sich glatt gewöhnen.

Am schönsten war allerdings die flotte Verbindung non-stop ab Frankfurt nach Berlin mit dem ICE-Sprinter. Zu meiner Überraschung gab es hier sogar ein im Fahrpreis der 1. Klasse enthaltenes Abendessen im Zug. Zur noch größeren Überraschung war es auch noch ausgesprochen lecker :-) .

Schade, dass die Bahn ihre Fahrgäste nur in der teuren 1. Klasse so verwöhnt ;-)

Alles nur Zufall

Manchmal sind zufällige Ereignisse irgendwie fast schon unheimlich. Ich habe auf meinem Handy eine Aufnahme der 4-Stunden-Musikschleife eines Internetradiosenders. Den gleichen Sender hörte ich heute Mittag live auf dem Notebook. Als ich zu einem Besuch bei Ikea aufbrach und die Wohnung verlassen wollte schaltete ich die Live-Wiedergabe ab und setzte die am Vorabend pausierte Wiedergabe auf dem Handy fort. Mitten in exakt dem gleichen Lied. Bei einer Aufnahme von 4 Stunden länge habe ich also zufällig das richtige Fenster von vielleicht 2 oder 3 Minuten erwischt.

“Zufälle haben die Eigenschaft, entweder aufregend oder mysteriös zu erscheinen.” (James Redfield)

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