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Tanja geht in den Knast!

Unglaublich… Tausende und Abertausende von Computergeeks fangen spontan an wieder an die Gerechtigkeit zu glauben. Günter Freiherr von Gravenreuth wurde Heute vom Landgericht Berlin zu einer Haftstrafe von 14 Monaten ohne Bewährung verurteilt. Der Anwalt war schon ein Buhmann in der Szene, als ich noch gar kein Internet hatte und mit dem Modem durchs Fido-Netz piepste…

Von den berüchtigten Briefen der "Tanja Nolte-Berndel" über die Abmahnungen zu den "Explorer" Namensrechten bis hin zu diversen anderen Wellen von strafbewehrten Unterlassungserklärungen – seine Spuren ziehen sich über Jahre hinweg durch die Deutsche Computerszene. 

Ist es gemein, wenn man sich jetzt irgendwie über das Urteil freut?

Paranoia

Wenn es nicht zum weinen wäre, wäre es ja zum lachen. Die Regierung der Vereinigten Staaten und ihre Organisationen machen sich langsam immer lächerlicher in ihrer blinden Angst vor dem Terror.

Dwight Toavs, ein Professor der National Defense University (ein Thinktank des US-Militärs), hat in einem Vortrag davor gewarnt, dass Terroristen Online Spiele als Plattformen für die Planung von Anschlägen einsetzen könnten. Siehe dazu auch den Bericht auf Heise Online.

Interessante Jobaussichten für US-Geheimdienstler, vielleicht gibt es demnächst eine Abteilung die den ganzen Tag lang WoW spielen darf und irgendwelche Clans infiltriert. Professionelle Spezialagenten spielen Terrorist in Counter Strike und das Department of Homeland Security kontrolliert alle, die sich ins Second Life einloggen wollen.

Vielleicht sollte auch ständig jemand die Videos auf Youtube nach geheimen Botschaften absuchen und sicherlich brauchen wir Personal das sämtliche Webradios der Welt abhört. Ganz zu schweigen von diesen obskuren Geheimbotschaften die immer wieder auf Bildern mit Katzen auftauchen.

Frohe Weihnachten!

Ja, Du hast richtig gelesen. Frohe Weihnachten!

Der Herbst hat noch nicht einmal angefangen und schon haben die Supermärkte die Schokonikoläuse und das Weihnachtsgebäck ausgepackt. Bald wird das ganze wahrscheinlich nochmal von einer kurzen Phase mit Kürbissen und Gespenstern unterbrochen und spätestens Ende Dezember kommen dann die Osterhasen und bunten Eier in die Auslagen.

Irgendwie absurd das ganze… Ob es wohl Adventskränze mit 15 Kerzen gibt?

Wahlmaschinen im Schleudergang

Ich gehöre ja zu einer Gruppe von Natur aus skeptischer Menschen, wenn es um das Thema Wahlmaschinen geht. Vor allem wenn dabei nur obskure proprietäre Elektronik in einem schwarzen Kasten zum Einsatz kommt und kein für den Wähler sichtbarer und dauerhafter Ausdruck des Abstimmergebnisses z.B. auf Papier entsteht. Nur durch solch einen Paper-Trail können Manipulationen überhaupt noch aufgedeckt werden. Die Wahlkommission vor Ort hat sonst gar keine Möglichkeit festzustellen, ob das Ergebnis, das der Automat ausspuckt dem Willen der Wähler entspricht oder eher derjenigen, die der Herstellerfirma oder einem versierten Hacker genügend Geld gezahlt haben… Wie auch immer, ich nutze seit einigen Jahren ohnehin meist die Möglichkeit zur Briefwahl – dies geht im Zweifel auch in Zukunft noch eine ganze Weile mit Stift und Papier.

Eine ganz andere Art von Wahlmaschiene beschäftigt allerdings derzeit die Gerichte im Freistaat Bayern. Die ÖDP echauffiert sich, dass sie in den Wahl-O-Mat nicht aufgenommen wurde. Beim Wahl-O-Mat handelt es sich um ein recht informatives Web-Skript der Bundeszentrale für Politische Bildung, bei dem man eine Reihe von Thesen zu einer bevorstehenden Wahl bewertet und anschließend seine eigene Bewertung mit den Aussagen der Parteien vergleichen kann. So manch einer wundert sich danach nicht schlecht darüber, dass seine politische Meinung doch nicht so ganz zu der gefühlten Zuneigung zur Lieblingspartei entspricht und evtl. setzt man sogar mal sein nächstes Kreuzchen an anderer Stelle.

Wer die Wahl hat hat bekanntlich auch die Qual und sollte sich besser informieren wen er denn da wählt. Ein Skript im Web mag ja ganz nett sein und ich nutze es auch gerne, aber es darf nicht die einzige oder gar entscheidende Quelle für die Entscheidung bleiben. In diesem Sinne… liebe Leser in meiner alten Heimat – informiert euch und geht wählen! Das Land braucht schließlich einen neuen Prinzregenten seitdem Edmund der Erste abgedankt hat.

Piratendiscount

Gelten Piraten neuerdings als gediegene Geschäftsleute? Wahrscheinlich ausgelöst durch den “Fluch der Karibik” Reihe ist die Seeräuberzeit momentan ja in Mode und angesichts des lustigen Films identifiziert die Breite Masse die Schurken der Meere als lustiges und sympathisches Völkchen. Schwamm drüber, dass man Morden und Brandschatzen geht, bleibt doch irgendwie alles in der Familie und bei der nächsten Buddel Rum lacht man drüber.

Eine großer Elektro-Discounter macht derzeit in den U-Bahn-Höfen Berlins Werbung mit dem Slogan Preis-Piraten. Ob man hier günstig an Hehlerwahre kommt? Oder ist es womöglich eine unterschwellige Warnung, dass der Kunde bei Reklamationen schnell mal über die Planke geht? Für besonders kompetente Beratung oder gar wirklich günstige Preise ( den aufgebrachten Händler kostete der Überfall ja meist das Leben ) sind Piraten ja nun wirklich nicht das richtige Bild.

Ahoi ihr Seebären, Rot und Schwarz sind zwar meine Lieblingsfarben, aber ich bin doch nicht blöd. Ich segle lieber zu einer anderen Insel und lass mich im Fachgeschäft beraten. Beim Kauf meiner Digitalkamera bin ich dabei sogar noch billiger weg gekommen als bei euch und euren Kumpanen mit der blauen Farbgebung. Elektronik kauft man besser dort wo sich jemand damit wirklich auskennt – oder gleich wirklich billig im Internet.

Nein Danke, ich bin doch nicht blöd!

DatenGAU im Kinderzimmer

Meine Nichte schreibt seit über einem Jahr an einer Geschichte – offenbar benutzt sie dafür WordPad unter Windows. Heue rief mich meine Schwester an, meine aufgelöste Nichte neben sich – der Text ist weg. Irgendein Dialog mit "Ersetzen" sei erschienen und nun ist die Datei leer. Dazu noch eine obskure Fehlermeldung mit "ZAWZAW" …

Fernmündlich konnte ich leider nicht mehr viel helfen – die Datei selbst scheint von der Größe her wohl wirklich mehr oder weniger leer zu sein und temporäre Dateien mit dem Namen waren auch nicht zu finden. 

Hoffentlich kann mein Bruder vor Ort später noch etwas retten, der hat dann den Rechner zumindest vor sich und sitzt nicht zig Hundert Kilometer weit weg. 

Das digitale Äquivalent eines Kindes, das auf die heiße Herdplatte fassen muss, um zu lernen, dass das weh tut… :-(  

Leute, wenn ihr Eure Kinder an den Rechner heranführt, dann denkt doch bitte daran ihnen auch etwas über Sicherheitskopien und Backups zu erzählen. Woher sollen unschuldige Kinder denn sonst lernen, dass Daten in einer einzigen Datei auf einem einzelnen Computer alles andere als sicher aufgehoben sind?

Ich bin eigentlich kein Großer Freund von Apple und besitze selbst weder einen Ipod noch einen Mac, aber man muss ehrlich zugestehen damit wäre das nicht passiert. Mit dem neuen automatisch aktivierten Timeshift-Backup wären die Daten in einer Version von Gestern oder vielleicht sogar von vor einigen Stunden noch da… Windows-PCs lassen unbedarfte Nutzer hier im Regen stehen oder wohl eher direkt in die Traufe hineinlaufen.

Bitter.

Organhandel

Eigentlich wollte ich ja nur die Suche nach “Diebesgut” ausprobieren, weil eine Witz-Seite im Netz einen Screenshot präsentiert hatte, auf dem dann eine bezahlte EBay-Werbung “Kaufen die Diebesgut auf Ebay.de” erschien… aber das was wirklich passiert ist noch ein ganzes Stück seltsamer. Warum um alles in der Welt verweist Google bei der Suche nach dem Begriff “Diebesgut” auf “Niere”??? Wer kennt alles die Urban Legend von dem Mann, der eines Morgends in einer Badewanne voller Eis im Hotelzimmer aufwacht und eine Narbe an der Seite hat?

Organhandel?

Tag 19 und 20: Rückreise

Donnerstag und Freitag sind für uns sozusagen zusammengefallen. Seit Donnerstag 9 Uhr Ortszeit (15 Uhr in Deutschland) war ich wach und bin erst am Freitag Abend um 20 Uhr umgefallen ehm ins Bett gegangen.

Der Flug verlief bis auf einige Turbolenzen (natürlich kurz nach dem Abendessen) ereignislos ab. Leider waren die Audiokontrollen in den Armlehnen der Sitze etwas störrisch und unsere Reihe ließ sich nicht dazu bewegen den Ton zum Film auszuwählen. Etwas ärgerlich auf einem 6 Stunden Flug, aber ich habe mir dann mit Laptop und einem Buch die Zeit vertrieben. Schlafen konnte ich auf dem Flug leider nicht – von daher fehlt mir jetzt wirklich eine Nacht. Rein Optisch dauerte diese auch nicht sonderlich lange, über dem Atlantik flogen wir in die Dämmerung und als wir wenige Stunden später Europa erreichten brach bereits der Morgen an.

Am Gepäckband in Frankfurt gab es dann den einzigen Zwischenfall der Reise – mein neuer Trolley kam nicht an. Die Gepäckermittlung nahm sich dann der Sache an und noch im Zug Richtung Berlin erreichte mich die Nachricht, dass er gefunden worden war. So kam der Koffer sogar vor mir in Berlin an, denn er durfte fliegen. Am Nachmittag bekam ich ihn dann geliefert – eigentlich sogar praktischer als selber tragen ;-)

Tag 18: New York

Zum Abschluss unserer Rundreise haben wir am späten Nachmittag ein zweites mal den Big Apple besucht. Für den Weg von New Jersey nach New York haben wir die PATH gewählt – eine Art S-Bahn die ihre Endstation mitten in der Baugrube für den neuen Freedom Tower (ehemals Standort der Türme des World Trade Center) am Ground Zero findet.

Danach waren wir zuerst bei den Vereinten Nationen und haben dort kurzzeitig das Territorium der USA verlassen. Leider gab es für den Heutigen Tag keine Führungen mehr und wir mussten uns mit einem Besuch des Bookshops begnügen.

Anschließend sind wir ein wenig durch den Central Park spaziert und nach einem weiteren kurzen Besuch des Time Square erreichten wir das Rockefeller Center. Nachdem wir in den Häuserschluchten um den Rockefeller Plaza den Sonnenuntergang abgewartet hatten fuhren wir 260m nach oben in den 70ten Stock und genossen von der Dachterasse den Blick auf das Lichtermeer der Stadt und die anderen Wolkenkratzer um uns herum.

New York City from Top of the Rocks, (c) FloSch

Tag 17: Gettysburg & Centralia

Heute haben wir die Schlachtfelder von Gettysburg besucht, wo eine der letzten und blutigsten Schlachten des Bürgerkriegs stattfand. Die Felder und Wiesen um die Stadt sind übersät von Denkmälern für die verschiedenen Einheiten, die dort ihre Stellung hielten und in den meisten Fällen ihr Leben ließen.

Am späten Nachmittag erreichten wir Centralia eine moderne Geisterstadt. Im Mai 1962 brach hier auf einer Mülldeponie ein Feuer aus, das sich dann in den Untergrund durchfrass und die Kohleschichten in Brand setzte. Trotz aller erdenklichen Löschversuche brennt das unterirdische Feuer noch immer und frisst sich langsam durch den Untergrund. Das Feuer wurde nun mehr oder weniger sich selbst überlassen und wird noch mehrere hundert Jahre (!!!) lang brennen. Neben den gespenstischen langsam von der Natur wieder überwucherten Straßen Zentralias (die Häuser wurden größtenteils abgerissen bzw. wohl abtransportiert) zeugt vor allem der umgeleitete Highway von den Geschehnissen in der Tiefe. Wenn man an den aufgeschütteten Barrikaden vorbeigeht und der alten Straße zu Fuß folgt erreicht man nach kurzer Zeit eine Strecke auf der sich der 4 spurige Highway wild auf und ab wölbt und aus aufgebrochenen Furchen im Teer quillt Rauch.

Centralia, PA

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