Einträge zum Stichwort ‘Natur’

Tag 14: Blue Ridge Mountains

Heute sind wir zur Abwechslung mal nicht über die breiten Teerbänder von Interstates gefahren sondern auf einfachen Straßen durch die wunderschönen Blue Ridge Mountains. Zuerst einige Stunden auf dem Blue Ridge Parkway und dann auf dem Skyline Drive längst durch den Shenandoah National Park.

Die meisten Bäume waren noch grün, aber vereinzelt konnten wir schon die ersten Äste oder einzelne Bäume in kräftigen Rot- und Gelbtönen bewundern. In nur wenigen Wochen gibt das sicherlich einen absolut atemberaubenden Anblick, wenn der Indian Summer die Berge in eine bunte Wunderlandschaft verwandelt. Aber auch so war die Fahrt heute wunderschön.

Am Nachmittag kürzten wir einen Teil der Strecke über die Interstate ab und wollten dann noch eine Zwischenstation bei einer Natural Bridge einlegen. Allerdings schreckten uns die hohen Eintrittspreise bei diesem leider auf Privatgrund gelegenen Naturwunder ab. Um die Ecke stolperten wir aber dann durch Zufall über eine der Kuriositäten die ich vor einigen Monaten mal für die Reiseplanung recherchiert hatte. Foamhenge – eine Styroporreplik von Stonehenge, die von einem etwas verschrobenen Künstler auf einem Hügel neben dem Highway errichtet wurde.

Foamhenge, (c) FloSch

Am späten Nachmittag erreichten wir dann den Nationalpark und hielten immer wieder an unzähligen Scenic Overlooks. Das Wetter war den ganzen Tag hervorragend und gegen Abend wurden wir dann zusätzlich mit einem malerischen Sonnenuntergang belohnt.

Im Verlauf des Tages überquerten direkt vor dem Auto unter anderem folgende Tiere die Straße: Unzählige Schmetterlinge, mehrere Rehe, ein Hirsch, zwei Frösche, diverse Raben und eine Schildkröte. Letztere konnte ich zum Glück noch zwischen die Räder nehmen ohne sie zu überfahren – sie zog sich lediglich in ihren Panzer zurück, aber wenn nachfolgende Fahrzeuge sie nicht erwischt haben lebt sie noch.

Tag 6: Niagara Falls

Knapp 1000 Meilen haben wir nun hinter uns und sind Heute auf einen kleinen Abstecher nach Kanada gefahren. Ohrenbetäubendes Donnern und der Anblick unfassbarer Mengen an Wasser die jede Sekunde über 50m Tief in die Tiefe stürzen kann ich hier nicht in Worte fassen. Auch wenn die Fälle Heute noch noch einen kleinen Bruchteil der Wassermenge erhalten, den sie eigentlich von Natur aus hätten, ist das Schauspiel immer noch gigantisch.

Niagara Falls, Kanada

Anschließend fuhren wir noch weiter nach Toronto, wo wir vom CN Tower den Ausblick auf die nächtliche Skyline und den Lake Ontario genießen wollten, allerdings machte uns hier das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Die Wolkenkratzer in Toronto machten ihrem Namen alle Ehre und steckten in den Tiefhängenden Regenwolken. Von daher drehten wir nach einer kurzen Runde durch die Stadt wieder um und machen uns Morgen auf den Weg immer weiten nach Westen um Abends Chicago zu erreichen.

Die kanadischen Einreisekontrollen sind im übrigen doch wesentlich überschaubarer als die der Vereinigten Staaten. Anstatt stundenlang zu warten ging es hier nach einem kurzen Blick auf den Pass und einem “Nein” auf die Frage, ob wir Feuerwaffen mit uns führen oder besitzen gleich weiter.