Einträge zum Stichwort ‘Spam’

Erwischt…

Ich bin in die Falle gegangen… total blauäugig, gutmütig und dumm… zu meiner Verteidigung kann ich nur anführen, dass ich meine mails am Sonntag erst relativ spät am Abend gelesen habe aber das hätte dennoch nicht passieren dürfen…

Ich bin auf eine Spam reingefallen… nein nein, nichts unanständiges und ich habe weder blaue Pillen noch irgendwelche dubiosen "Sport-"Geräte bestellt… Ich habe einen Link in einer Spam-Nachricht angeklickt – mehr nicht. Als ich merkte, dass die Seite nicht zum Inhalt passt war mir auch sofort klar was Sache ist. Leider enthielt der Link aber offenbar einen personalisierten Code und der Spammer konnte darüber Rückschlüsse auf die Korrektheit meiner eMail Adresse treffen. Jedenfalls ist seit Montag das Spam-Aufkommen an meinem Account beträchtlich gestiegen :(  

Und alles nur wegen dem USA Urlaub, die Nachricht erweckte den Anschein es handele sich dabei um einen "customer survey" eines US-Kaufhauses. Im Halbschlaf dachte ich mir ich hätte im Sommer halt irgendwo tatsächlich meine eMail Adresse angegeben… 

Hoffentlich bekommt der Spam Filter das ganze schnell in den Griff. Bisher hat alleine das Greylisting schon das meiste abgehalten, aber nach so einem Fehltritt sind die Spam-Server wohl hartnäckiger geworde und versuchen tatsächlich mehrfach ihren Müll abzuladen.

Verfolgungswahn im Werbedschungel

Unsere schöne neue Welt besteht nicht nur in der Architektur immer öfter aus Glas. Auch die Menschen werden von Tag zu Tag durchsichtiger und neugierige Augen lauern überall.

Der Verbraucher kämpft sich wacker durch den Dschungel aus Werbung der er tagtäglich ausgesetzt ist. Löscht die letzten paar hundert Spam Emails aus seinem Postfach, Schüttelt die neue Zeitschrift damit die Werbebeilagen herausplätschern und ihren Weg in den Papierkorb finden, Sortiert seine Post aus dem Klumpen Postwurfsendungen heraus und das alles schon bevor er das traute Heim überhaupt verlässt. Draußen in der Welt geht ist es fast normal, dass man als Stadtbewohner Werbetafeln weit häufiger zu Gesicht bekommt als Pflanzen und selbst auf dem stillsten aller Örtchen ist man nicht mehr verschont.

Beängstigend ist aber, dass sich die Werbeindustrie immer gezielter auf die Details unseres Lebens stürzt. Die "zielgruppenorientierte" Werbung geht langsam aber sicher in eine "personalisierte" Werbung über. Informationen darüber wie sich ein (potentieller) Kunde verhält, welche Dinge er betrachtet, kauft oder verkauft sind hoch begehrt. Viele Informationen hinterlassen wir bereits bereitwillig im Austausch gegen alle möglichen Arten von Treue punkten und freuen uns auf den praktischen Eierwärmer, den wir nach schlappen 1000 Euro Umsatz vielleicht für diese Punkte einlösen können. Wenn wir ganz fleißig waren reicht es vielleicht sogar für den Kugelschreiber.

Einige clevere Geschäftsleute nutzen nun sogar eines unserer elektronischen Lieblingsspielzeuge um uns bei unseren Streifzügen durch den Konsumdschungel zu beobachten. Man peilt die Handys von Kunden im Laden an und ermittelt so ihre Route durch die Regalreihen und nebenbei ganz praktisch bei welchem Netzbetreiber sie ihren Handyvertrag haben. Mag man darüber noch staunen bleibt einem bei einem anderen Werbegag aber fast die Spucke weg. Da gibt es wahre Schockeffekte durch wortwörtlich personalisierte Werbung nach dem Motto "Ich weiß wo du bist und wer du bist". Man stelle sich vor – eines Nachts an einer einsamen Bushaltestelle piepst das eigene Handy und eine SMS verkündet "Ich kann dich sehen, du stehst direkt an der Haltestelle sowieso"… oder jemand schaut Abends seine Daily Soap und wird dabei dann persönlich direkt vom Bildschirm aus angerufen – IPTV würde auch das möglich machen… Wo führt das nur alles hin?

Werbung ist für’n Arsch

Wer kennt sie nicht – Werbetafeln auf öffentlichen stillen Örtchen, die uns selbst dort wo der Kaiser alleine hingeht noch mit nützlichen Produktinformationen versorgen wollen. Aber ist euch schon mal aufgefallen, dass Werbung auf Klos meistens Werbung für Werbung auf Klos ist? Der Vertriebsweg scheint nicht sonderlich erfolgreich zu sein, wenn er hauptsächlich damit beschäftigt ist sich selbst zu vermarkten.

Bereits vor einigen Jahren viel mir mit Erstaunen auf, dass eben jene Werbetafeln auf Autobahnraststätten (und irgendwie nur dort) die mir begegneten so gut wie alle für Kaminöfen warben. Offenbar war damals ein Produktmanager bei einem mittelständischen Kachelofenproduzenten der Ansicht, dass Reisende beim austreten spontan den Wunsch nach einem warmen und heimeligen Ofen verspüren könnten?

Neu war mir allerdings, dass selbst die Klobrille zu Werbezwecken herangezogen wird. Hier las ich heute Mittag den Werbespruch der Discount-Tochter eines großen Telekommunikationskonzerns, der Text auf dem Klodeckel lautete sinngemäß “Toilettenwerbung ist doch fürn Arsch…”.