Einträge zum Stichwort ‘Spiele’

Killerspieler in Schilda

Ich Zweifle immer mehr am Verstand unserer Politiker…

Da werden reihenweise Gesetze erlassen, die danach vom Bundesverfassungsgericht einkassiert werden müssen, weil sie eklatant gegen rechtsstaatliche Prinzipien verstoßen, …

Pünktlich zum Superwahljahr bringt man beinahe auf Bildzeitungsniveau Gesetzesvorschläge wie Kinderporno-Sperren im Netz auf den Weg, die in ihrer technischen Unsinnigkeit nur von den Gefahren des Missbrauchs der Mechanismen überboten werden, …

Und nach jedem Amoklauf sind natürlich die bösen Computerspiele schuld und keinesfalls die Tatsache, dass Sohnemann und Papa jeden Sonntag im Schützenverein das zielen geübt haben und Waffen und Munition praktischerweise gleich zuhause liegen und nur darauf warten in den Schulranzen gepackt zu werden.

Nein, jetzt will man auch noch Freizeitaktivitäten wie Lasterdome und Paintball (Gotcha) verbieten, weil sie durch die Simulation des Tötens ja total sittenwidrig seien. Im selben Atemzug stellt man aber klar, dass großkalibrige Waffen natürlich auch weiter in den Schützenvereinen genutzt werden können – vielleicht sollte man aber mal darüber Nachdenken ob man das Alter der Schützen von 14(!) auf 18 anhebt. Hauptsache der Nachwuchs schießt nicht mit Farbbällen oder Lichtstrahlen, die sind natürlich im Unterschied zu den scharfen Waffen im Verein unglaublich gefährlicher.

Bin ich der einzige der sich angesichts solcher irrwitzigen Gesetzesinitiativen veräppelt vorkommt? Für wie dumm hält man die Bevölkerung eigentlich?

Auf dem Niveau könnte man ja gleich noch weiterdenken – was ist denn mit Kindern die an Fasching Cowboy und Indianer spielen? Ist das nicht auch eine sittenwidrige Simulation des Tötens, wenn die mit Schreckschusswaffen oder im Sommer mit Wasserpistolen aufeinander schießen? Muß man da nicht auch Eingreifen? Zusätzliche Brisanz gewinnt das Cowboy und Indianer Beispiel zudem natürlich durch den rassistischen und ethnisch motivierten Akt. Verbieten! Verbieten! Verbieten!

Ich bin dafür, dass man endlich einmal Politikern verbietet solchen Unsinn zu verzapfen. Ich bin dafür, dass man es unter Strafe stellt, wenn sachlich begründeten Expertenmeinungen zu Themen nur mit stoischer Ignoranz begegnet wird. Ich bin dafür, dass man Minister verbietet, die wiederholt Gesetze auf den Weg bringen, die der Verfassung widersprechen.

Es reicht!

Verlängerung fürs WLan-Kabel

Nachdem ich in letzter Zeit immer wieder ärgerliche Probleme mit dem in einem Thinkpad eingebauten WLan hatte, habe ich mich vergangenes Wochenende dazu durchgerungen doch auf eine externe Lösung umzusteigen. Leider passen wegen den dicken Antennenaufbauten keine WLan-PCMCIA Karten, denn direkt im Slot obendrüber steckt bereits eine Soundkarte im Notebook, die ich für den digitalen Tonausgang benötige. Ein einziges Modell mit flacher Antenne habe ich gefunden, aber leider nur von einer obskuren Billigmarke (Belkin). “Der reinste Schrott” ist noch eine freundliche Beschreibung des Produktes. Zum Glück konnte ich es gleich wieder umtauschen und habe jetzt einen USB Stick von AVM. Der ragt zwar nun etwas nervig an der Seite des Notebooks heraus, aber dafür ist die Verbindung flott und stabil. Auch die Reichweite ist bedeutend besser geworden und ich habe den Router nebst Kabelmodem jetzt ins Arbeitszimmer verbannt. Damit gibt es deutlich weniger Kabelsalat im Wohnzimmer.

An meiner Nordwest-Wand in Salsa-rot hat nun neben dem Monitor und der DVD-Vitrine auch ein Bücherregal Platz gefunden, ob es letztlich dort auch bleibt habe ich noch nicht endgültig beschlossen. Mal demnächst ein paar Meinungen von Freunden einholen, ob es nach was ausschaut, oder doch eher nicht.

Am Freitag letzter Woche habe ich zum ersten “offiziellen” Spieleabend geladen, den ich quasi zusammen mit dem Esstisch adoptiert habe. Ich denke es hat den meisten Gästen Spass gemacht und ich freue mich schon auf das nächste mal. Mal sehen ob sich der alte 2-Wochen-Rhitmus wieder einpendelt. Bei der Letzten Runde Werwölfe habe ich allerdings kläglich versagt, ich hatte tatsächlich meine Rolle vergessen was zu reichlich Irritationen beim Spielleiter und quasi meinem unbeabsichtigten Selbstmord führte ;-) Irgendwie war ich da dann doch langsam müde und unkonzentriert.

C.S.I. Khunchom

Nach (zu) langer Pause hat sich Heute endlich mal wieder unsere DSA Runde zusammengefunden. Für alle denen die Abkürzung nichts sagt – Das Schwarze Auge ist ein sogenanntes Pen&Paper Rollenspiel.

Man darf sich das in etwa so vorstellen, dass eine Horde Freaks Gruppe Spieler um einen Tisch sitzt. Einer von Ihnen markiert den Meister und ist für die Phantasiewelt als solche sowie alle möglichen für die Geschichte wichtigen oder unwichtigen Orte, Gegenstände, Stadtbewohner u.s.w. verantwortlich. Er spielt nicht gegen die anderen Spieler, aber sorgt dafür, dass sie sich schon ein wenig anstrengen müssen, um die ihnen gestellte Aufgabe zu lösen und sich dabei auch Rollentypisch verhalten. Die Spieler am Tisch haben vor sich je einen Papierbogen, der den Charakter ihres Helden beschreibt, seine Fähigkeiten, Schwächen, Eigenarten und seinen weltlichen Besitz – alles ist auf dem Heldenbogen notiert und in Zahlenwerte gefasst. Auf diese Werte würfeln die Spieler sog. Proben meist mit je drei 20-seitigen Würfeln. Je erfahrender ein Held in einer gewissen Tätigkeit ist, desto mehr "Ausgleichspunkte" hat der Spieler zur Verfügung, um einen schlechten Würfelwurf zu kompensieren. Schafft er eine Probe dennoch nicht so hat das je nach Spielsituation unterschiedlich schwerwiegende Konsequenzen (für den Helden, nicht den Spieler ^^ ) Aber der Meister sorgt auch hier dafür, dass der Spielspass nicht zu kurz kommt und der Held nicht nur durch einen dummen Patzer beim Würfeln das virtuelle Leben verliert.

Was die helden in der Phantasiewelt sagen und tun entscheiden die Spieler, indem sie es beschreiben und miteinander sowie mit der Welt und ihren Personen (d.h. dem Meister) interagieren. Dabei gilt das eiserne Rollenspielgesetzt "gesagt, getan" und so manche etwas unüberlegte und vorlaute Spielerzunge sorgt dann auch dafür, dass der betreffende Held auch mal eine ebenso unüberlegte Entscheidung trifft.

Die Fantasiewelt des schwarzen Augen spielt dabei in einem mittelalterlichen Umfeld auf dem Kontinent Aventurien und der Welt Dere, die die meisten ihrer Bewohner für eine Scheibe halten. Natürlich gibt es rollenspieltypisch auch phantastische Wesen wie Elfen, Zwerge, Orks oder gar Drachen und auch Magie und Götter haben durchaus realen Einfluss auf die Welt, aber Helden müssen sich ebenso mit ganz Bodenständigen Problemen auseinandersetzen, wie etwa wo sie trockenes Holz für ein Lagerfeuer herbekommen, wie man den Zoll am Stadttor zussamenkratzt, wenn man mal wieder abgebrannt ist, oder der Tatsache, dass man sich ständig vor Taschendieben in Acht nehmen muss, die dem Helden gerne mal das sauer verdiente Gold wieder abluchsen. 

Unsere Helden befinden sich noch immer in Khunchom und missgebrauchen fleißig ihre Macht als Sonderermittler im Auftrage des Herrscherhauses, um einen Kunstraub aufzuklären. Bei der Gelegenheit wird dann aber auch schon mal die Wohnung einer alten Rivalin mit freundlicher Unterstützung der Stadtwache aufgebrochen und durchsucht und Steckbriefe einiger Widersacher an den Toren aufgehängt, die nicht wirklich direkt etwas mit der Sache zu tun hatten. Wir sind gespannt, wie das Herrscherhaus auf die Spesenrechnung reagieren wird, auf der dann Ausgaben für gewisse Bordellbesuche rahjagefällige Dienstleistungen oder BestechungsSpendengelder an die lokale Diebesgilde Phexkirche auftauchen.

Im Moment planen wir für diesen Monat noch zwei weitere Spieltermine, hoffentlich klapt das alles :) Viel gelacht haben wir auf jeden Fall wieder, auch wenn es diesmal keine "Action" in Gestalt eines mit Würfeln ausgefochtenen Kampfes gab.

Deichrasen

Im Gegensatz zu Radieschen, das sich aus den gleichen Buchstaben bilden lässt, ist Deichrasen leider kein echtes Wort. Schade eigentlich, hätte satte 10 Punkte gebracht.

Gestern Abend habe ich an einem Pubquiz teilgenommen. So nennt man die lustigen Veranstaltungen die regelmäßig in Irish Pubs stattfinden und bei denen die Teilnehmer in Gruppen gegeneinander antreten und allerlei knifflige Fragen beantworten müssen. Von der griechischen Mythologie über aktuelles politisches Zeitgeschehen und Entertainment bis hin zum bestimmen von dargereichten Desserts erstreckt sich ein weit gestreutes Spektrum an Fragen bei dem (hoffentlich) mindestens einer am Tisch noch die richtige Lösung weiß oder zumindest einen erfolgsversprechenden Rateversuch abgeben kann.

Warum wir allerdings der Meinung waren, dass 89 Kisten Mineralwasser locker in einen Peugot-Kombi passen, konnten wir am Ende selbst nicht mehr nachvollziehen… dabei handelte es sich immerhin um den Mittelwert von 5 Schätzungen der Teilnehmer am Tisch ;-) . Die richtige Antwort ist übrigens 24 :-)

Trotz diesem unglaublichen Beweis von Kompetenz haben wir es immerhin noch in die obere Hälfte der Rangliste geschafft und ohne den Schnitzer mit dem Deichrasen wäre es sogar Platz 2 geworden. Aber eine Flasche Whiskey gibt es ohnehin nur für den ersten Platz. In der Scrabble-Runde gilt es nämlich ein möglichst langes Wort aus 10 Buchstaben zu bilden und es gibt pro Buchstabe einen Punkt – riskiert man aber ein 10 Buchstaben Wort, das sich dann nicht als gültig durchsetzen kann gibt es gar keine Punkte und man wäre mit einem kürzeren aber sicheren Wort viel besser gefahren.

Sogar in die Jackpot-Runde am Ende, bei der man 5 schwierige Fragen komplett richtig beantworten muss, haben wir es geschafft – was ansonsten nur noch zwei anderen der ca 15 bis 20 Teams gelang. Leider haben wir bei der dann folgenden Stichfrage nicht ganz so gut geschätz wie die Siegergruppe, die sich über 120 Euro freuen durfte.

Paranoia

Wenn es nicht zum weinen wäre, wäre es ja zum lachen. Die Regierung der Vereinigten Staaten und ihre Organisationen machen sich langsam immer lächerlicher in ihrer blinden Angst vor dem Terror.

Dwight Toavs, ein Professor der National Defense University (ein Thinktank des US-Militärs), hat in einem Vortrag davor gewarnt, dass Terroristen Online Spiele als Plattformen für die Planung von Anschlägen einsetzen könnten. Siehe dazu auch den Bericht auf Heise Online.

Interessante Jobaussichten für US-Geheimdienstler, vielleicht gibt es demnächst eine Abteilung die den ganzen Tag lang WoW spielen darf und irgendwelche Clans infiltriert. Professionelle Spezialagenten spielen Terrorist in Counter Strike und das Department of Homeland Security kontrolliert alle, die sich ins Second Life einloggen wollen.

Vielleicht sollte auch ständig jemand die Videos auf Youtube nach geheimen Botschaften absuchen und sicherlich brauchen wir Personal das sämtliche Webradios der Welt abhört. Ganz zu schweigen von diesen obskuren Geheimbotschaften die immer wieder auf Bildern mit Katzen auftauchen.