Einträge zum Stichwort ‘Urlaub’

Seiten: 1 2

Tag 19 und 20: Rückreise

Donnerstag und Freitag sind für uns sozusagen zusammengefallen. Seit Donnerstag 9 Uhr Ortszeit (15 Uhr in Deutschland) war ich wach und bin erst am Freitag Abend um 20 Uhr umgefallen ehm ins Bett gegangen.

Der Flug verlief bis auf einige Turbolenzen (natürlich kurz nach dem Abendessen) ereignislos ab. Leider waren die Audiokontrollen in den Armlehnen der Sitze etwas störrisch und unsere Reihe ließ sich nicht dazu bewegen den Ton zum Film auszuwählen. Etwas ärgerlich auf einem 6 Stunden Flug, aber ich habe mir dann mit Laptop und einem Buch die Zeit vertrieben. Schlafen konnte ich auf dem Flug leider nicht – von daher fehlt mir jetzt wirklich eine Nacht. Rein Optisch dauerte diese auch nicht sonderlich lange, über dem Atlantik flogen wir in die Dämmerung und als wir wenige Stunden später Europa erreichten brach bereits der Morgen an.

Am Gepäckband in Frankfurt gab es dann den einzigen Zwischenfall der Reise – mein neuer Trolley kam nicht an. Die Gepäckermittlung nahm sich dann der Sache an und noch im Zug Richtung Berlin erreichte mich die Nachricht, dass er gefunden worden war. So kam der Koffer sogar vor mir in Berlin an, denn er durfte fliegen. Am Nachmittag bekam ich ihn dann geliefert – eigentlich sogar praktischer als selber tragen ;-)

Tag 18: New York

Zum Abschluss unserer Rundreise haben wir am späten Nachmittag ein zweites mal den Big Apple besucht. Für den Weg von New Jersey nach New York haben wir die PATH gewählt – eine Art S-Bahn die ihre Endstation mitten in der Baugrube für den neuen Freedom Tower (ehemals Standort der Türme des World Trade Center) am Ground Zero findet.

Danach waren wir zuerst bei den Vereinten Nationen und haben dort kurzzeitig das Territorium der USA verlassen. Leider gab es für den Heutigen Tag keine Führungen mehr und wir mussten uns mit einem Besuch des Bookshops begnügen.

Anschließend sind wir ein wenig durch den Central Park spaziert und nach einem weiteren kurzen Besuch des Time Square erreichten wir das Rockefeller Center. Nachdem wir in den Häuserschluchten um den Rockefeller Plaza den Sonnenuntergang abgewartet hatten fuhren wir 260m nach oben in den 70ten Stock und genossen von der Dachterasse den Blick auf das Lichtermeer der Stadt und die anderen Wolkenkratzer um uns herum.

New York City from Top of the Rocks, (c) FloSch

Tag 17: Gettysburg & Centralia

Heute haben wir die Schlachtfelder von Gettysburg besucht, wo eine der letzten und blutigsten Schlachten des Bürgerkriegs stattfand. Die Felder und Wiesen um die Stadt sind übersät von Denkmälern für die verschiedenen Einheiten, die dort ihre Stellung hielten und in den meisten Fällen ihr Leben ließen.

Am späten Nachmittag erreichten wir Centralia eine moderne Geisterstadt. Im Mai 1962 brach hier auf einer Mülldeponie ein Feuer aus, das sich dann in den Untergrund durchfrass und die Kohleschichten in Brand setzte. Trotz aller erdenklichen Löschversuche brennt das unterirdische Feuer noch immer und frisst sich langsam durch den Untergrund. Das Feuer wurde nun mehr oder weniger sich selbst überlassen und wird noch mehrere hundert Jahre (!!!) lang brennen. Neben den gespenstischen langsam von der Natur wieder überwucherten Straßen Zentralias (die Häuser wurden größtenteils abgerissen bzw. wohl abtransportiert) zeugt vor allem der umgeleitete Highway von den Geschehnissen in der Tiefe. Wenn man an den aufgeschütteten Barrikaden vorbeigeht und der alten Straße zu Fuß folgt erreicht man nach kurzer Zeit eine Strecke auf der sich der 4 spurige Highway wild auf und ab wölbt und aus aufgebrochenen Furchen im Teer quillt Rauch.

Centralia, PA

Tag 16: Smithsonian Museen

Heute haben wir das National Air and Space Museum besucht. Ein Stück Mondgestein zum anfassen, die original Apollo 11 Kommandokapsel, die die Astronauten nach der Mondlandung wieder sicher zurück auf die Erde brachte, Kapseln der Gemini und Mercury Programme… alle im Original so wie sie im Weltall waren und zum greifen nahe. Die Luftfahrtausstellung haben wir hingegen relativ schnell abgehandelt – zumindest was den militärischen Teil der Luftfahrt angeht waren wir ja durch das Museum der Air Force in Ohio schon gut bedient. Hier in Washington D.C. gab es dann allerdings doch noch das eine oder andere Highlight zu entdecken, z.B. Lindberghs Spirit of St. Louis.

Im Außengelände des Museums, das wir nach einer Stunde Autofahrt durch den einsetzenden Feierabendverkehr zum Internationalen Flughafen erreichten gab es dann noch einige Ausstellungsstücke zu sehen, die für die Gebäude in der Innenstadt entschieden zu groß sind. Eine Concord der Air France z.B. oder ein ausgewachsenes Space Shuttle – die Enterprise. Dieses war zwar nie im Weltraum, ist aber bis auf den fehlenden Antrieb und die Hitzeschutzkacheln identisch mit den "richtigen" Space Shuttles. Die Enterprise flog auch schon, allerdings innerhalb der Atmosphäre. Gestartet vom Rücken einer 747 wurden mit diesem Prototyp die Flug- und vor allem Landeeigenschaften der Space Shuttles getestet.

Besonders nachdenklich wurde ich dann allerdings wieder als wir neben der Elona Gay standen – um die makabere "Sammlung" zu vervollständigen, die wir in Ohio begonnen hatten, denn damit standen wir direkt neben beiden Flugzeugen, von denen Atombomben auf bewohnte Städte abgeworfen wurden.

Bemerkenswert an den Smithsonian Museen ist im übrigen nicht nur die hochwertige Sammlung sondern auch der überaus günstige Eintrittspreis (Der Eintritt ist FREI). Zudem sind Entfernungen, Massen und Hohlmasse auf den Schautafeln endlich mal in Metern, Kilogramm und Litern angegeben – sogar als Defaultfall – die Werte standen zwar auch in den imperialen Masseinheiten daneben, aber diese waren in Klammern gesetzt. Natürlich unterhält die Stiftung nicht nur Museen mit technischem Hintergrund sondern deckt auch alle möglichen Kunstrichtungen, Historische oder Völkerkundliche Themen und die Naturkunde ab – man kann wahrscheinlich ettliche Tage oder gar Wochen zubringen, wenn man alles sehen möchte.

Tag 15: Washington D.C.

Den heutigen Tag haben wir in Arlington, Virginia begonnen und den gleichnamigen Nationalfriedhof besucht. Neben den unzähligen Gräbern von gefallenen Soldaten aller Waffengattungen und deren Angehörigen gab es dort auch das Grab von J.F.K. (mit ewiger Flamme), das des unbekannten Soldaten (mit ewiger Wache) und Gedenksteine für die Opfer der Challenger Katastrophe und des verunglückten Spaceshuttles Columbia zu besichtigen. Nach einer mehr oder weniger unfreiwilligen Vorbeifahrt am Pentagon und einem Abstecher zum Iwo Jima Memorial (Das berühmte Denkmal der Marines, die gerade eine Fahnenstange aufstellen) sind wir schließlich über den Potomac in den District of Columbia gefahren.

Iwo Jima Memorial, Arlington VA, im Hintergrund Washington Monument und Capitol in Washington D.C., (c) FloSch

Ein Wort für alle Besucher der US Hauptstadt: Wenn ihr kein Navi habt lasst um Himmels Willen das Auto vor der Stadt stehen… die Verkehrsführung ist grausig. Wir sind selbst mit Navigationsgerät relativ lange durch die Gegend gekurvt um einen Parkplatz zu finden, der wenigstens halbwegs in der Nähe der National Mall liegt. Lange Fußmärsche sollte man ebenfalls einplanen, das Gelände über das sich die diversen Memorials verteilen ist sehr weitläufig.

Jefferson Memorial (Standbild in einer runden tempelartigen Säulenhalle), Washington Monument (Der 555 Fuß und 5 Inch hohe Obelisk), WW II Memorial (Ovales Basin mit allerlei Springbrunnen), Rainbow und Reflection Pool (700m langes Wasserbecken – Forest Gump rennt im Film hinein), Vietnam Veterans Memorial (Die blankpolierte schwarze Marmorwand mit den eingravierten Namen), Albert Einstein Memorial (was macht Albert eigentlich gerade hier?), Lincoln Memorial (Der sitzende Vater der Nation), Korean War Memorial (Eine Gruppe von Soldatenstatuen bahnt sich den Weg durch ein Blumenbeet vor einer weiteren Schwarzen Wand in die diesmal Gesichter eingraviert sind, Martin Luther King Jr. Memorial (Das war am schwersten zu finden… es handelt sich hier nur um eine Platte im Boden mit der Absichtsbekundung demnächst ein Monument zu errichten ^^ ), FDR Memorial (Sehr interessant aufgebaut, Felsenstrukturen, Wasserfälle, verschiedene Standbilder, viele Zitate – nicht so pompös wie die anderen Memorials sondern intelligent und modern aufgebaut mit einer Unterteilung in die verschiedenen Amtszeiten)

Nach so viel Monumenten taten uns die Füße gehörig weh, aber zum Glück fanden wir im weiteren Verlauf des Tages Parkplätze in der Nähe des Kapitols und des Weißen Hauses, so dass wir dort nicht mehr all zu weit laufen mussten.

Nach einer Ausruhpause und Abendessen im Motel brachen wir nochmal in die Stadt auf um einen Teil der Tour nochmal bei Nacht zu wiederholen und die beleuchteten Monumente zu betrachten. Auf dem Rückweg zum Motel fuhren wir dann gerade noch beim Watergate Motel vorbei – Namensgeber für die Affäre, die Präsident Nixon zum Rücktritt bewog. Das Gebäude ist allerdings nicht wirklich sehenswert – die Balkone sind potthässlich ;-)

Das Parkhaus gegenüber, in dem Deep Throught die belastenden Informationen übergeben hat, haben wir dann ausgelassen und sind lieber zu den wartenden Betten ins Motel zurück gefahren. Morgen stehen dann Besuche in einigen der Smithsonian Museen an.

Tag 14: Blue Ridge Mountains

Heute sind wir zur Abwechslung mal nicht über die breiten Teerbänder von Interstates gefahren sondern auf einfachen Straßen durch die wunderschönen Blue Ridge Mountains. Zuerst einige Stunden auf dem Blue Ridge Parkway und dann auf dem Skyline Drive längst durch den Shenandoah National Park.

Die meisten Bäume waren noch grün, aber vereinzelt konnten wir schon die ersten Äste oder einzelne Bäume in kräftigen Rot- und Gelbtönen bewundern. In nur wenigen Wochen gibt das sicherlich einen absolut atemberaubenden Anblick, wenn der Indian Summer die Berge in eine bunte Wunderlandschaft verwandelt. Aber auch so war die Fahrt heute wunderschön.

Am Nachmittag kürzten wir einen Teil der Strecke über die Interstate ab und wollten dann noch eine Zwischenstation bei einer Natural Bridge einlegen. Allerdings schreckten uns die hohen Eintrittspreise bei diesem leider auf Privatgrund gelegenen Naturwunder ab. Um die Ecke stolperten wir aber dann durch Zufall über eine der Kuriositäten die ich vor einigen Monaten mal für die Reiseplanung recherchiert hatte. Foamhenge – eine Styroporreplik von Stonehenge, die von einem etwas verschrobenen Künstler auf einem Hügel neben dem Highway errichtet wurde.

Foamhenge, (c) FloSch

Am späten Nachmittag erreichten wir dann den Nationalpark und hielten immer wieder an unzähligen Scenic Overlooks. Das Wetter war den ganzen Tag hervorragend und gegen Abend wurden wir dann zusätzlich mit einem malerischen Sonnenuntergang belohnt.

Im Verlauf des Tages überquerten direkt vor dem Auto unter anderem folgende Tiere die Straße: Unzählige Schmetterlinge, mehrere Rehe, ein Hirsch, zwei Frösche, diverse Raben und eine Schildkröte. Letztere konnte ich zum Glück noch zwischen die Räder nehmen ohne sie zu überfahren – sie zog sich lediglich in ihren Panzer zurück, aber wenn nachfolgende Fahrzeuge sie nicht erwischt haben lebt sie noch.

Tag 13: Dayton

Heute Mittag erreichten wir Dayton, Ohio, und besuchten das Museum der US Air Force. In gewisser Weise sehr beeindruckend dort neben der originalmaschine zu stehen, die die Bombe auf Nagasaki abgeworfen hat, allerdings auch sehr befremdlich, dass in den Schautafeln dazu quasi gar nicht auf die schrecklichen Folgen und die unzähligen Opfer des Angriffs eingegangen wird.

Etwas weniger kontrovers ist dann schon die Landekapsel von Apollo 15, die so wie sie da steht schon im Mondorbit war. Einen kleinen Brocken Mondgestein gab es dann auch zu bewundern. Im Nächsten Raum wurde man dann wieder sehr nachdenklich – eine Reihe von Weltuntergangsmaschinen, bzw. Interkontinentalraketen mit Mehrfachsprengköpfen… Ebenfalls ohne Hinweise auf die Vernichtungskraft der durch die Raketen beförderten Fracht. Auch ein Stealth Bomber war ausgestellt, allerdings scheinbar nur als Replik.

Gegend Abend durchquerten wir dann noch die Berge von West Virginia und werden heute über den Blue Ridge Parkway zum Shenandoah National Park fahren.

Tag 12: Madison

Zusammen mit Flos Cousine besichtigten wir heute Madison. Das Kapitol – mehr oder weniger eine Kopie desselben in Waschington D.C. – war ziemlich beeindruckend. Solche riesigen Räume ist man bei uns eigentlich nur aus Kirchen gewohnt. Überraschend für uns war, dass man hier ohne jegliche Sicherheitskontrollen die Sitzungssäle des obersten Gerichts des Staates, des Senats sowie den Plenarsaal des Staatsparlaments besuchen konnte.

Am späten Nachmittag gab es dann noch ein großes Familienessen mit jeder Menge zumindest für mich total unbekannter Gesichter am Tisch. Aber die Gastfreundschaft ist unbeschreiblich. Nach zehn Tagen in Motels und diversen Fast-Food Essen ein Unterschied wie Tag und Nacht. 

Nach vielen netten Gesprächen und einer Verabschiedung an der Gehsteigkante durch die ganze Familie – inklusive Ehefrauen der Kinder und den Enkelkindern machten wir uns am Abend wieder auf den Weg in Richtung Osten und Kamen gegen 1 Uhr in Indiana an.

Tag 11: Wisconsin

Diesen Tag verbrachten wir auf diversen Straßen in Wisconsin und fuhren dabei teilweise durch doch sehr ländliche Gebiete. Sogar an Rome Wisconsin kamen wir vorbei, allerdings sieht der Ort nicht im geringsten so aus wie das aus Picket Fences bekannte Städtchen. Über Wisconsin Dells – ein Ort voller Vergnügungsparks mit unzähligen Wasserrutschen, Achterbahnen und Spukhäusern fuhren wir wieder weiter nach Süden um in Madison Flos erweiterte Verwandschaft zu besuchen. Morgen liegt dann eine weite Wegstrecke vor uns, denn so langsam müssen wir wieder einige tausend Meilen zurück in Richtung Ostküste. Ein kurzer Abstecher zu einem Walmart Supercenter versorgte uns dann nicht nur mit den inzwischen dringend benötigten zweiten Gepäckstücken sondern auch mit einem neuen Steckeradapter.

Tag 10: Kuriositäten in Chicago

Heute Morgen konnten wir den üblichen zweiten Rundgang im geräumten Hotelzimmer nicht machen, da unsere Keycards bereits blockiert waren nachdem wir unser Gepäck zum Auto gebracht hatten. Ein Umstand, den wir am Abend noch bereuen sollten.

Nach dem Aufbruch fuhren wir zum schiefen Turm von Pisa, bzw. zu einer etwas verkleinerten Replik, die in einem Vorort von Chicago steht. Dieser dient hier als Wasserturm und steht direkt neben einem Gebäude der YMCA. Anschließend versuchten wir den ersten Mc Donalds zu finden, der ganz in der Nähe ist – wir fanden auch ein Restaurant der Fast Food Kette, das zwar alt aussah aber keinerlei besonderen Hinweis darauf bot, ob es sich dabei wirklich um das erste handelte. Nach einem kurzen Aufenthalt auf dem Parkplatz fuhren wir daher weiter zur nächsten Kuriosität, die wir besuchen wollten – ein Minigolf Kurs in einem Beerdigungsinstitut – allerdings war auch dieser Ort leider nicht auffindbar. Dafür fanden wir auf Anhieb die nächste Station auf der Liste der Kuriositäten am Wegrand – ein Wohngebäude in Gestalt einer Pyramide inklusive passender Nebengebäude und Statuen.

Nach einem Abstecher zum Lake Michigan bei dem wir an der Jelly Belly Fabrik vorbeikamen (leider war der Fabrikverkauf schon zu) fuhren wir weiter nach Fond du Lac wo wir übernachteten. Beim Auspacken Abends im Hotelzimmer bemerkten wir, dass wir leider irgendwo unseren Adapterstecker verloren haben und daher Laptop, Handies, Kameras etc. vorerst nicht mehr laden können.

Seiten: 1 2